ASML Aktie: Washington plant DUV-Verbot

Ein US-Gesetzentwurf könnte ASMLs Wartung älterer DUV-Maschinen in China untersagen und den Umsatz belasten. Gleichzeitig stützt eine Entspannung im Nahen Osten die Aktie.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Gesetzentwurf zielt auf DUV-Maschinen in China
  • China ist wichtigster Markt mit 33 Prozent Umsatzanteil
  • Aktie erholt sich nach Berichten über Waffenruhe im Iran
  • Quartalszahlen und Dividendenausschüttung stehen an

Wenige Tage vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen sieht sich ASML mit neuem politischen Gegenwind aus den USA konfrontiert. Ein überparteilicher Gesetzentwurf zielt darauf ab, dem Chipanlagenbauer nun auch den Verkauf und die Wartung älterer DUV-Maschinen in China zu untersagen. Gleichzeitig sorgte eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten zuletzt für spürbare Erleichterung bei den Anlegern.

Das MATCH-Gesetz und die China-Umsätze

Bislang beschränkten sich die koordinierten Exportkontrollen zwischen Washington und Den Haag auf die modernsten EUV-Anlagen. Der neu eingebrachte MATCH Act (Multilateral Alignment of Technology Controls on Hardware) würde jedoch auch DUV-Lithografiesysteme umfassen. Brisant ist dabei vor allem das geplante Verbot von Wartungsarbeiten für chinesische Branchengrößen wie SMIC oder Huawei. Ein solcher Schritt würde faktisch einen Vertragsbruch erzwingen und die Einnahmen direkt belasten.

China war im Jahr 2025 mit einem Umsatzanteil von 33 Prozent der wichtigste Markt für das niederländische Unternehmen. Analysten von Quilter Cheviot schätzen, dass ein Verbot älterer Anlagen den Gesamtumsatz um etwa fünf Prozent drücken könnte. Ob der Entwurf in dieser Form den US-Gesetzgebungsprozess passiert, bleibt laut Marktbeobachtern von ODDO BHF noch offen.

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Entspannung im Nahen Osten stützt

Ungeachtet der drohenden Restriktionen verzeichnete das Papier am gestrigen Mittwoch eine deutliche Erholung. Auslöser waren Berichte über eine Waffenruhe im Iran. Da Asien in einem typischen Jahr zwischen 60 und 70 Prozent der ASML-Erlöse beisteuert, hätte eine Schließung der Straße von Hormus und eine daraus resultierende Energiekrise die asiatischen Volkswirtschaften und damit die Kernkunden schwer getroffen. Die abgewendete Eskalation ließ die Aktie im Tagesverlauf um über sechs Prozent klettern. Aktuell notiert der Titel bei 1.204,00 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein solides Plus von knapp 22 Prozent.

Voller Terminkalender im April

Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf die anstehenden Geschäftszahlen und Kapitalmaßnahmen. Das Management hat für das erste Quartal 2026 einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent in Aussicht gestellt.

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Für die kommenden Wochen stehen folgende Termine fest:
* 15. April: Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal 2026
* 22. April: Hauptversammlung
* 24. April: Auszahlung der Bardividende von 2,70 Euro (plus 17 Prozent zum Vorjahr)

Flankiert wird die Dividende von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro, in dessen Rahmen Anfang April bereits Papiere für rund 100 Millionen Euro erworben wurden.

Am 15. April müssen die Quartalszahlen belegen, dass das Unternehmen seine prognostizierte Bruttomarge im aktuellen Umfeld verteidigen kann. Parallel dazu definiert der weitere Verlauf des US-Gesetzgebungsverfahrens den künftigen rechtlichen Rahmen für das verbleibende China-Geschäft.

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