Der globale Speicherchip-Engpass treibt die Nachfrage nach ASMLs Lithografietechnologie — und sorgt gleichzeitig für Bewegung bei den Großinvestoren. Ein 8-Milliarden-Dollar-Auftrag aus Südkorea und eine Bernstein-Kurszielerhöhung auf 1.971 Dollar stehen einem Kursrückgang von rund 13 Prozent gegenüber dem Februarhoch gegenüber.
SK Hynix setzt auf EUV
Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix hat bei ASML einen EUV-Lithografieauftrag im Wert von rund 8 Milliarden Dollar platziert. Ziel ist es, die Produktionskapazitäten massiv auszubauen und damit den anhaltenden globalen Speicherchip-Engpass zu lindern. Zur Finanzierung plant SK Hynix einen Börsengang in den USA mit einem angestrebten Emissionsvolumen zwischen 10 und 14 Milliarden Dollar.
Google-Papier sorgt kurz für Unruhe
Am vergangenen Freitag kam es zu einem kurzzeitigen Ausverkauf bei Speicherchip-Aktien, ausgelöst durch ein Forschungspapier von Google zu einem KI-Speicherkompressionsalgorithmus namens „TurboQuant“. Analysten von Wells Fargo und Morgan Stanley werteten die Marktreaktion jedoch als Überinterpretation: Die Technologie betreffe lediglich die Effizienz bei der Inferenz, nicht aber den grundlegenden Bedarf an High Bandwidth Memory für das KI-Training.
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Zur Untermauerung verweisen Branchenexperten auf das sogenannte Jevons-Paradoxon — die These, dass höhere Effizienz langfristig zu mehr Gesamtnachfrage führt, nicht zu weniger.
Starke Fundamentaldaten, gemischte Investorensignale
Die strukturellen Wachstumstreiber bleiben intakt. Wells Fargo prognostiziert für 2026 ein Wachstum der Server-DRAM-Nachfrage um 39 Prozent, bei High Bandwidth Memory sogar 58 Prozent. Täglich werden in China mittlerweile 140 Billionen KI-Token verarbeitet — gegenüber 100 Milliarden noch Anfang 2024.
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Auf Investorenseite zeigt sich ein differenziertes Bild. Sendero Wealth Management reduzierte seine ASML-Position im vierten Quartal 2025 um 41 Prozent auf rund 1.137 Aktien. Bernstein hingegen hob das Kursziel zuletzt auf 1.971 Dollar an und signalisiert damit erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.
Die Aktie notiert aktuell rund 12,6 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs vom Februar — trotz eines Jahresgewinns von über 14 Prozent seit Jahresbeginn. Ob der Kurs die Lücke zum Bernstein-Ziel schließen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Speicherchipnachfrage in konkreten Auftragsvolumina niederschlägt.
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