Rekordgewinne und ein milliardenschweres Rückkaufprogramm treffen auf eine anspruchsvolle Bewertung. Der niederländische Halbleiterausrüster ASML schüttet derzeit massiv Kapital an seine Aktionäre aus. Im Hintergrund wachsen die geopolitischen Risiken im Chinageschäft.
Volle Kassen finanzieren Rückkäufe
Das auf zwölf Milliarden Euro angelegte Aktienrückkaufprogramm nimmt spürbar Fahrt auf. Allein im ersten Quartal erwarb das Unternehmen eigene Papiere im Wert von 1,1 Milliarden Euro. Jüngste Pflichtmitteilungen belegen kontinuierliche Käufe Mitte April.
Das Fundament für diese Ausschüttungen liefert ein starkes operatives Geschäft. ASML erwirtschaftete im Auftaktquartal einen Nettoumsatz von 8,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge lag bei starken 53 Prozent.
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Speicherchips treiben das Wachstum
Die Nachfrage nach Speicherchips erweist sich als zentraler Wachstumsmotor. Dieser Bereich machte zuletzt 51 Prozent der Neuverkäufe aus. Im Vorquartal lag der Anteil noch bei 30 Prozent. Südkoreanische Hersteller wie Samsung und SK Hynix bauen ihre Kapazitäten für KI-Anwendungen massiv aus.
Technologisch blickt das Management weit in die Zukunft. Die Roadmap für die extrem ultraviolette Lithografie (EUV) reicht bis ins Jahr 2033. Kurzfristig dominiert das etablierte Low-NA-EUV-Segment das Geschäft, während im Auftaktquartal lediglich zwei der hochmodernen High-NA-Systeme ausgeliefert wurden. Für das Gesamtjahr plant ASML die Produktion von 60 Low-NA-Anlagen.
Teure Aktie, politische Risiken
An der Börse wird diese Marktstellung teuer bezahlt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 1.248 Euro und legte seit Jahresbeginn um gut 26 Prozent zu. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 40 ist die Bewertung ambitioniert.
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Analysten bewerten die Lage unterschiedlich. Die Bank of America rät weiterhin zum Kauf und verweist auf die steigende EUV-Nachfrage. Jefferies erwartet einen sinkenden Bewertungsmultiplikator und sieht das Aufwärtspotenzial des Aktienkurses begrenzt.
Ein konkretes Risiko für die Prognosen bildet die Geopolitik. US-Gesetzgeber diskutieren mit dem sogenannten MATCH Act eine Ausweitung der Exportbeschränkungen. Diese würden auch weniger fortschrittliche ASML-Maschinen treffen. Im ersten Quartal sank der Umsatzanteil Chinas bereits von 36 auf 19 Prozent.
Für das Gesamtjahr kalkuliert das Management weiterhin mit einem China-Anteil von rund 20 Prozent am Gesamtumsatz. Treten neue US-Sanktionen in Kraft, droht das Ergebnis an das untere Ende der Unternehmensprognose zu rutschen. Wegfallende Aufträge aus der Volksrepublik müssten dann durch die hohe globale Nachfrage kompensiert werden.
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