ASML: Goldman Sachs erhöht Ziel auf €1.570

Goldman Sachs erhöht das Kursziel für ASML auf 1.570 Euro. Analysten stufen die jüngste Kursschwäche als vorübergehend ein.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 1.570 Euro
  • Starkes erstes Quartal 2026 gemeldet
  • Verzögerung bei High-NA als temporärer Gegenwind
  • Führungswechsel auf Hauptversammlung beschlossen

Goldman Sachs erhöht das Kursziel, UBS und Citigroup sprechen von einem vorübergehenden Gegenwind — das Bild, das große Investmentbanken dieser Tage für ASML zeichnen, ist klar: Die jüngste Schwäche ist keine Trendwende. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 24 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 1.226 Euro.

Kursziel auf 1.570 Euro angehoben

Goldman Sachs bekräftigte am 23. April sein „Buy“-Rating und hob das Kursziel von 1.450 auf 1.570 Euro an. Als Treiber nennen die Analysten das starke erste Quartal 2026 sowie eine angehobene Jahresprognose. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 erhöht die Bank ihre Umsatz- und Bruttogewinnschätzungen um sechs bis zehn Prozent. ASML sei ein zentraler Profiteur der anhaltenden Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Infrastruktur.

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Das Unternehmen liefert die Zahlen, die diese Einschätzung stützen. Im ersten Quartal 2026 erzielte ASML einen Nettoumsatz von 8,8 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge lag bei 53,0 Prozent — am oberen Ende der eigenen Guidance. Für das Gesamtjahr hebt das Management die Umsatzprognose auf eine Spanne von 36 bis 40 Milliarden Euro an.

Verzögerung bei High-NA als Timing-Problem

Belastet wurde der Kurs zuletzt durch Berichte, wonach ein Großkunde die Massenproduktion mit High-NA-EUV-Systemen auf 2029 verschiebt. Analysten von UBS und Citigroup werteten den Rücksetzer jedoch ebenfalls am 23. April als „Timing-Gegenwind“, nicht als strukturellen Einschnitt. Während einige Chipfabriken kurzfristig auf Kosteneffizienz mit bestehenden Maschinen setzen, treiben Intel und Samsung die neue Technologie offenbar aggressiver voran — was die Gesamtnachfrage stabil halten dürfte.

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Führungswechsel an der Spitze

Auf der Hauptversammlung am 22. April stimmten die Aktionäre einer Reihe von Personalentscheidungen zu. Marco Pieters übernimmt als neuer Chief Technology Officer für vier Jahre. CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury wurden in ihren Ämtern verlängert — Dassen für vier Jahre, Schneider-Maunoury für zwei Jahre. Das Management bleibt damit in seinen Kernfunktionen weitgehend unverändert.

Der Kurs liegt rund fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.295 Euro. Wer das Kursziel von Goldman Sachs für realistisch hält, sieht von hier aus noch Spielraum nach oben — vorausgesetzt, die Nachfrage nach KI-Chips entwickelt sich so robust wie erwartet. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob der Auftragseingang das erhöhte Umsatzziel tatsächlich trägt.

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