Ein WSJ-Bericht über verfehlte Wachstumsziele bei OpenAI hat am Dienstag den gesamten Halbleitersektor unter Druck gesetzt. ASML traf es mit einem Tagesverlust von rund 3,3 Prozent — obwohl das Unternehmen fundamental kaum besser dastehen könnte.
Stimmung schlägt Substanz
Halbleiterwerte hatten zuvor 18 Handelstage in Folge zugelegt. Kein Wunder, dass die Nerven blank lagen. Als das Wall Street Journal berichtete, OpenAI habe seine Nutzer- und Umsatzziele verfehlt, reichte das für einen sektorweiten Ausverkauf. OpenAI widersprach dem Bericht. Die Kurse erholten sich nur teilweise.
Die Logik dahinter ist simpel: Wenn der führende KI-Anbieter seine Ausgaben zurückfährt, könnten Rechenzentren und Chiplieferanten folgen. Für ASML greift dieses Argument allerdings kaum. Welches Unternehmen auch immer die KI-Modellwelt dominiert — es braucht Hochleistungschips. Und die entstehen fast ausnahmslos auf ASMLs EUV-Maschinen.
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Quartalszahlen widersprechen dem Kursbild
Im ersten Quartal 2026 erzielte ASML einen Nettoumsatz von 8,8 Milliarden Euro — bei einer Erwartung von 8,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn lag bei 2,8 Milliarden Euro, rund 300 Millionen Euro über den Schätzungen.
Den Jahresausblick hob das Unternehmen auf 36 bis 40 Milliarden Euro an. Das entspricht einem Wachstum von rund 16 Prozent. Besonders stark: das Speicherchip-Geschäft. Umsätze aus diesem Segment kletterten im Quartal auf 3,2 Milliarden Euro — ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erstmals mehr als das Logikchip-Geschäft.
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SK Hynix und Samsung haben zuletzt jeweils EUV-Maschinen im Wert von rund acht Milliarden Dollar bestellt. TSMC plant Investitionen am oberen Ende seiner Capex-Spanne von 52 bis 56 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Kurskorrektur im Kontext
Trotz des Rücksetzers liegt die ASML-Aktie auf Jahressicht rund 20 Prozent im Plus. Aktuell notiert sie bei 1.187,60 Euro — deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 584,40 Euro vom April 2025. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 1.202 Euro liegt knapp darüber.
Ob der Ausverkauf gerechtfertigt war, dürfte sich in den nächsten Tagen zeigen. Microsoft, Amazon, Meta und Alphabet berichten diese Woche ihre Quartalsergebnisse. Ihre KI-Investitionspläne werden zeigen, ob die Ausgabendisziplin tatsächlich nachlässt — oder ob Dienstag schlicht ein Stimmungsausschlag war.
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