Der schwedische Schließtechnik-Konzern Assa Abloy hat am Mittwoch seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die Anleger reagierten positiv. Die Aktie legte um 3,21 Prozent zu und schloss über der Marke von 380,40 Schwedischen Kronen. Grund für die Euphorie: Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit hohen Zinsen und geopolitischen Unsicherheiten gelang dem Unternehmen der Sprung auf neue Rekordmargen.
Starkes Quartal in schwierigem Umfeld
Im vierten Quartal 2025 erzielte Assa Abloy einen Umsatz von 38,31 Milliarden Schwedischen Kronen. Das organische Wachstum lag bei soliden 4 Prozent, während Währungseffekte mit minus 10 Prozent deutlich belasteten. Besonders stark entwickelte sich die Sparte Global Technologies mit einem organischen Plus von 9 Prozent auf 6,76 Milliarden Kronen – das lag 4 Prozent über den Analystenschätzungen. Die Amerika-Division wuchs um 5 Prozent auf 10,31 Milliarden Kronen, getrieben durch anhaltend starke Nachfrage im nordamerikanischen Nicht-Wohnbau-Segment.
Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) erreichte 6,45 Milliarden Kronen bei einer Marge von 16,8 Prozent – ein neuer Rekordwert. Die EBITDA-Marge kletterte sogar auf 17,9 Prozent. CEO Nico Delvaux führte die starke Performance auf konsequente Preisgestaltung, Effizienzmaßnahmen und Kostendisziplin zurück. Der operative Cashflow belief sich auf 7,82 Milliarden Kronen, was einer beeindruckenden Cash-Conversion-Rate von 137 Prozent entspricht.
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Akquisitionsstrategie zahlt sich aus
Im Gesamtjahr 2025 schloss Assa Abloy 23 Übernahmen ab, die zusammen etwa 6 Milliarden Kronen zum Jahresumsatz beitragen. Zu den Highlights im vierten Quartal zählen Sargent & Greenleaf, ein US-Hersteller von Hochsicherheitsschlössern mit 430 Millionen Kronen Umsatz, sowie International Door Products mit 200 Millionen Kronen Erlös. Trotz der hohen Akquisitionsdynamik, die seit 2023 durchschnittlich etwa 60 Basispunkte Margendilution verursachte, steigerte das Unternehmen seine bereinigte EBIT-Marge von 15,3 Prozent auf 16,2 Prozent.
Der Gewinn je Aktie kletterte um 1 Prozent auf 3,85 Schwedische Kronen und übertraf damit die Konsenserwartung von 3,82 Kronen. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 6,40 Kronen je Aktie vor – ein deutlicher Anstieg gegenüber 5,90 Kronen im Vorjahr und 4 Prozent über den Analystenschätzungen.
Regionalentwicklung zeigt gemischtes Bild
Während die Amerika- und Global-Tech-Sparten glänzten, präsentierte sich Europa, Nahost, Indien und Afrika (EMEIA) mit 4 Prozent organischem Wachstum auf 6,67 Milliarden Kronen solide. Besonders die nordischen Länder und Zentraleuropa zeigten sich robust. Die Asien-Pazifik-Region hingegen verzeichnete einen organischen Rückgang von 2 Prozent auf 1,89 Milliarden Kronen. Verantwortlich dafür war hauptsächlich der schwache chinesische Wohnimmobilienmarkt, wo das Unternehmen weiterhin zweistellige negative Wachstumsraten hinnehmen musste.
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Die Entrance-Systems-Sparte wuchs organisch um 2 Prozent auf 13,13 Milliarden Kronen, blieb damit aber 3 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Während Fußgängersysteme stark zulegten, belasteten anhaltende Schwäche im Wohnungsbau und eine schleppendere Erholung bei Verladedocks als erwartet das Ergebnis.
Ausblick mit Herausforderungen
Für 2026 peilt Assa Abloy Preiserhöhungen zwischen 1,5 und 2 Prozent sowie ein Volumenwachstum von 2 bis 3 Prozent an. Das Unternehmen will seine EBIT-Marge weiter in Richtung des oberen Endes der Zielspanne von 16 bis 17 Prozent verbessern. Analysten von Jefferies warnen allerdings vor kurzfristigen Margenbelastungen im ersten Quartal 2026: Saisonale Effekte dürften 60 bis 100 Basispunkte kosten, die Integration von Skidata weitere rund 50 Basispunkte. Zudem rechnet das Management mit einem Währungsgegenwind von 11 Prozent im ersten Quartal.
CEO Delvaux zeigte sich zuversichtlich: „Unser dezentrales Modell und unsere bewährte Strategie ermöglichen es uns, unabhängig von den Marktbedingungen konstant gute Ergebnisse zu liefern.“ Die fortschreitende Verschiebung von mechanischen zu elektromechanischen Lösungen – im vierten Quartal wuchsen elektromechanische Produkte in den Regionaldivisionen um 8 Prozent – sowie das expandierende Software-as-a-Service-Geschäft sollen weiteres Wachstum treiben. Der Anteil wiederkehrender Umsätze stieg seit 2018 von 2 Prozent auf knapp 6 Prozent der Gesamterlöse.
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