AST SpaceMobile hat die erste Juliwoche 2026 mit einem deutlichen Kursplus beendet. Ein milliardenschwerer Pakt in Japan und ein klarer Startplan für neue Satelliten trieben den Kurs nach oben. Die Aktie kämpft sich damit aus einem volatilen Juni zurück.
Die Milliarden-Allianz in Fernost
Das Unternehmen gründet ein Joint Venture mit der japanischen Rakuten Group. Gemeinsam bauen die Partner ein landesweites Satellitennetz für den Mobilfunk auf. Das Ziel ist eine direkte Verbindung für handelsübliche Smartphones, ganz ohne zusätzliche Hardware oder Modifikationen.
Die japanische Regierung stützt das Vorhaben massiv. Über das Förderprogramm J-LEO fließen bis zu 148 Milliarden Yen in den Sektor der Satellitenkommunikation. Umgerechnet sind das rund 912 Millionen Dollar für die heimische Infrastruktur-Resilienz.
Erste kommerzielle Dienste sollen noch 2026 starten. Ein umfassender Rollout ist für das Folgejahr geplant. Das Projekt soll vor allem die Kommunikation in entlegenen Regionen und in Notfällen sicherstellen.
Technik-Sprung im August
Parallel dazu steht der nächste Starttermin für die Hardware fest. In der ersten Augusthälfte bringt eine SpaceX-Rakete die Satelliten BlueBird 11 bis 13 ins All. Diese neuen Block-2-Modelle sind deutlich leistungsfähiger als die erste Generation.
Die gewaltigen Antennenflächen der neuen Satelliten messen rund 2.400 Quadratfuß. Damit ermöglicht das System Datenraten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde. Das reicht aus, um Videotelefonie und schnelles Internet direkt auf dem Handy zu nutzen.
Die Mission folgt auf den erfolgreichen Start von drei Satelliten im Juni. AST SpaceMobile beschleunigt damit die Taktfrequenz in der Produktion und im Weltraum. Das Unternehmen hält an seinem Ziel fest, die Abdeckung kontinuierlich zu erweitern.
Globale Expansion nimmt Form an
Auch in Europa und den USA schreitet die Integration voran. Vodafone testete das System bereits erfolgreich für Notrufe auf einer irischen Insel. Indes arbeiten in den Vereinigten Staaten die Schwergewichte AT&T und Verizon an der kommerziellen Freigabe ihrer Dienste.
An der Börse sorgten diese Fortschritte für Erleichterung. Die Aktie legte in dieser Woche um 19,27 Prozent zu und schloss bei 74,90 Euro. Damit notiert das Papier wieder knapp über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Bis zum Jahresende will der Konzern 45 bis 60 Satelliten im Orbit haben. Gelingt dieser straffe Zeitplan, rückt der kommerzielle Dauerbetrieb in greifbare Nähe. Die Mission im August markiert hierfür den nächsten entscheidenden Meilenstein.
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