AST SpaceMobile hat der US-Aufsichtsbehörde FCC einen unmittelbar bevorstehenden Start von Satelliten-zu-Handy-Aktivitäten auf den Philippinen angekündigt. Medienberichten vom Freitag zufolge geht es um die Zusammenarbeit mit Smart Communications. Die Genehmigung des Partners deckt allerdings Demonstrationen ab, keinen landesweiten kommerziellen Start. Die Aktie verzeichnete am Freitag eine Tagesveränderung von -2,4%.
Philippinen: Demonstrationen statt landesweiter Vermarktung
Smart Communications verfügte dem Bericht zufolge über eine Genehmigung für 30 Tage und Demonstrationen an vier Standorten. Damit ist der Umfang deutlich enger als bei einem landesweiten kommerziellen Angebot. Die angekündigte Aufnahme der Aktivitäten ist deshalb nicht mit einem flächendeckenden Dienst gleichzusetzen.
Für Anleger ist diese Unterscheidung entscheidend: Die Mitteilung an die FCC beschreibt einen bevorstehenden operativen Schritt. Sie belegt weder einen bereits erfolgten Start noch eine landesweite kommerzielle Freigabe. Der Fortschritt liegt zunächst in den angekündigten Aktivitäten mit dem lokalen Partner.
Brasilien schafft eine weitere regulatorische Grundlage
In Brasilien meldete AST SpaceMobile bereits am 26. Oktober eine Frequenzgenehmigung und Vereinbarungen mit vier regionalen Mobilfunkbetreibern. Nach Unternehmensangaben bringen diese Schritte den geplanten Satelliten-zu-Handy-Dienst voran.
Die Regulierungsbehörde Anatel genehmigte 30 MHz im S-Band. Hinzu kommt über die Betreibervereinbarungen eine sekundäre Nutzung von bis zu 20 MHz im 700-MHz-Band. Dabei sind die beiden Nutzungsarten auseinanderzuhalten: Die zusätzliche Nutzung ist ausdrücklich als sekundär beschrieben.
Die Entwicklungen in Brasilien und auf den Philippinen betreffen somit unterschiedliche Voraussetzungen für den geplanten Dienst. In Brasilien stehen Frequenzrechte und Betreibervereinbarungen im Mittelpunkt. Auf den Philippinen geht es um die angekündigte Aufnahme begrenzter Demonstrationsaktivitäten.
Klage und Geschäftsupdate im Blick
Neben den operativen Meldungen steht ein rechtliches Thema. Medienberichten zufolge wurde am Mittwoch eine Wertpapier-Sammelklage gegen AST SpaceMobile und bestimmte Führungskräfte beim US-Bundesbezirksgericht für den westlichen Bezirk von Texas eingereicht.
Die vorgeschlagene Klägergruppe umfasst Käufer aus dem Zeitraum vom 4. März 2025 bis zum 15. Juli 2026. Die Einreichung ist dabei kein gerichtlicher Entscheid über die Vorwürfe.
Eine positive Analystenaktion gab es am 23. Oktober: Scotiabank stufte AST SpaceMobile von „Sector Perform“ auf „Sector Outperform“ hoch. Zugleich hob das Haus sein Kursziel von 50,80 $ auf 55,70 $ an.
Der nächste angekündigte Informationstermin des Unternehmens ist die Telefonkonferenz zum Geschäftsupdate für das dritte Quartal 2026 am 9. November. Für die Einordnung der Fortschritte bleibt wesentlich, zwischen Frequenzgenehmigungen, Demonstrationen und einem kommerziellen Dienststart zu unterscheiden. Die jüngste Philippinen-Meldung betrifft zunächst den begrenzten Demonstrationsrahmen.
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