ASTA Aktie: Erfolgsstrategie fruchtet

Der Kupferspezialist ASTA Energy startet mit starkem Kursgewinn an die Börse. Siemens Energy und andere institutionelle Investoren signalisieren Vertrauen in die Wachstumsstrategie des Unternehmens.

ASTA Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurssprung von fast 46 Prozent am ersten Handelstag
  • Strategische Beteiligung von Siemens Energy am IPO
  • Frische Mittel für Kapazitätsausbau und Energiewende
  • Erster Small-/Mid-Cap-Börsengang in Europa 2026

Fulminanter Start für den österreichischen Hidden Champion. ASTA Energy Solutions legte am Freitag einen der erfolgreichsten Börsengänge des Jahres hin. Die Aktie eröffnete bei 43 Euro – satte 45,8% über dem Ausgabepreis von 29,50 Euro. Das Gesamtplatzierungsvolumen belief sich auf rund 190 Millionen Euro.

Damit markiert der Kupferspezialist nicht nur den ersten IPO 2026 an der Frankfurter Börse, sondern auch den ersten Small-/Mid-Cap-Börsengang in ganz Europa in diesem Jahr. Um 9:20 Uhr läutete der Vorstand die Börsenglocke – der Markt reagierte umgehend mit massivem Kaufinteresse.

Cornerstone-Investoren mit klarem Signal

Besonders aussagekräftig: Die Qualität der institutionellen Investoren. Siemens Energy sicherte sich für 25 Millionen Euro einen strategischen Anteil. Weitere namhafte Player wie Invesco und von BNP Paribas Asset Management verwaltete Fonds investierten jeweils rund 10 Millionen Euro. Insgesamt belief sich das Cornerstone-Volumen auf 55 Millionen Euro – ein starkes Vertrauensvotum für die Wachstumsstory.

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Die Platzierung umfasste insgesamt 6,45 Millionen Aktien. Davon stammen 4,24 Millionen aus einer Kapitalerhöhung, die ASTA einen Bruttoemissionserlös von 125 Millionen Euro beschert. Weitere 1,37 Millionen Aktien kamen aus den Beständen der ETV Montana Tech Holding und der Makra GmbH – beide kontrolliert von Michael Tojner. Die Greenshoe-Option über 0,84 Millionen Aktien rundete das Angebot ab.

Energiewende-Profiteur mit 210 Jahren Geschichte

Der Free Float liegt bei rund 39%, die Marktkapitalisierung beträgt etwa 420 Millionen Euro. Tojners Holdingstrukturen behalten mit kombiniert 54,7% die Mehrheit. ASTA fertigt seit 1814 maßgeschneiderte Kupferlösungen für Hochleistungsanwendungen – von Transformatoren über Generatoren bis hin zu E-Mobilitätskomponenten.

Die Kundenliste liest sich wie das Who’s Who der Energietechnik: Siemens Energy, Hitachi Energy, GE Vernova und Andritz. Mit sechs Produktionsstandorten in Europa, Asien und Amerika sowie 1.400 Mitarbeitern ist der Konzern global aufgestellt. Die über 40 Patente untermauern die Technologieführerschaft.

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Kapital für den Wachstums-Supercycle

Die frischen Mittel fließen gezielt in den Kapazitätsausbau. ASTA sieht sich ideal positioniert im langfristigen Investitionszyklus der Energiewende – von Netzausbau über Rechenzentren bis zur Elektrifizierung des Transports. Die Inhouse-Recyclingkompetenzen für Kupfer sollen zudem die „Local-for-Local“-Strategie stärken.

Privatanleger kamen beim IPO ebenfalls zum Zug, allerdings mit lediglich 1,2% des Gesamtvolumens. Jeder Auftrag wurde mit 25 Stück bedient – mehr als die durchschnittliche Quote, aber angesichts der Nachfrage bescheiden. Der Handel läuft unter dem Kürzel „1AST“ im Prime Standard der Frankfurter Börse.

Berenberg fungierte als Sole Global Coordinator, gemeinsam mit Commerzbank, ODDO BHF und Raiffeisen Bank International als Joint Bookrunner. Baader Bank war als Co-Lead Manager ohne Underwriting-Funktion dabei. Die Performance am ersten Handelstag dürfte alle Beteiligten mehr als zufriedenstellen.

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