AstraZeneca hat am 29. Januar 2025 eine Investitionsoffensive angekündigt, die aufhorchen lässt. Der britische Pharmakonzern will bis 2030 insgesamt 15 Milliarden US-Dollar in China investieren. Das Timing ist bemerkenswert: Die Ankündigung erfolgte während des Besuchs von Premierminister Keir Starmer in Peking.
Die Reaktion an der Börse fiel verhalten aus. In London verlor die Aktie zeitweise 0,39 Prozent auf 134,56 Pfund. Anleger scheinen sich zu fragen: Ist diese massive Kapitalallokation der richtige Schritt?
Zelltherapie und Radiokonjugate im Fokus
Die 15 Milliarden fließen gezielt in den Ausbau der Produktions- sowie Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Besonders im Blick: Zelltherapie und Radiokonjugate. AstraZeneca will als erster globaler Biopharma-Konzern über eine vollständige Zelltherapie-Wertschöpfungskette in China verfügen. Die Grundlage dafür lieferte die Übernahme von Gracell Biotechnologies im Jahr 2024.
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Die Investitionen erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Medikamentenentdeckung über die klinische Entwicklung bis zur Produktion. Bestehende Produktionsstätten in Wuxi, Taizhou, Qingdao und Peking werden ausgebaut. Diese Standorte beliefern derzeit bereits China und 70 weitere Märkte weltweit. Zusätzlich sind neue Produktionsstätten geplant, deren Standorte allerdings noch nicht bekannt gegeben wurden.
Mehr als 20.000 Mitarbeiter
China ist für AstraZeneca der zweitgrößte Markt weltweit. Derzeit beschäftigt der Konzern dort über 17.000 Mitarbeiter. Mit der Investitionsoffensive soll die Belegschaft auf mehr als 20.000 wachsen. Zusätzlich rechnet das Unternehmen mit Tausenden neuer Arbeitsplätze im gesamten Gesundheitsökosystem.
Die F&E-Präsenz in China ist bereits jetzt beachtlich. Globale Forschungszentren in Peking und Shanghai arbeiten mit mehr als 500 klinischen Krankenhäusern zusammen. Seit 2023 hat AstraZeneca 16 globale Lizenzvereinbarungen mit 15 chinesischen Partnern unterzeichnet – darunter AbelZeta, CSPC, Harbour BioMed, Jacobio und Syneron Bio.
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Brückenschlag nach Großbritannien
Was bedeutet diese China-Strategie für den Standort UK? Premierminister Starmer betonte, die Expansion unterstütze Tausende Arbeitsplätze in Großbritannien. AstraZeneca plant Kooperationen zwischen britischen und chinesischen Forschungseinrichtungen – mit dabei die University of Oxford, University of Glasgow und King’s College London.
CEO Pascal Soriot bezeichnete die Investition als „aufregendes neues Kapitel“. China sei zu einem kritischen Akteur für wissenschaftliche Innovation, fortschrittliche Produktion und globale öffentliche Gesundheit geworden. Seit dem Markteintritt 1993 hat AstraZeneca über 40 innovative Medikamente in China eingeführt. Allein 2025 profitierten 68 Millionen Patienten im Land von den Präparaten des Konzerns.
Die 15-Milliarden-Wette auf China ist ein klares Signal: AstraZeneca setzt auf Wachstum in Asien und nimmt dafür auch politische Unwägbarkeiten in Kauf.
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