Astrazeneca Aktie: Vorsichtigere Töne

Astrazeneca meldet solide Quartalsergebnisse mit starkem Gewinnsprung, kündigt jedoch für 2026 ein moderateres Wachstumstempo an. Die Onkologie bleibt der Haupttreiber.

Astrazeneca Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Gewinnsprung von 55 Prozent im Q4
  • Onkologie-Umsatz wächst um 20 Prozent
  • Vorsichtiger Umsatzausblick für 2026
  • Massive Investitionen in China und USA

Der Pharmakonzern Astrazeneca hat heute seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt und gleichzeitig den Ausblick für 2026 präsentiert. Die Reaktion der Börse fällt verhalten aus – die Aktie legt am Vormittag nur 0,3 Prozent zu. Ein Blick auf die Details zeigt: Die Zahlen sind solide, aber die neue Prognose deutet auf eine leichte Abschwächung des Wachstumstempos hin.

Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 4 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,12 Dollar – exakt im Rahmen der Analystenschätzungen. Beim Gewinn nach Steuern verzeichnete das Unternehmen allerdings einen beeindruckenden Sprung um 55 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar, was vor allem an reduzierten Forschungs- und Entwicklungskosten lag.

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Onkologie als Zugpferd

Das Geschäft mit Krebsmedikamenten bleibt der klare Wachstumstreiber. Im vierten Quartal stiegen die Umsätze in der Onkologie um 20 Prozent auf 7,03 Milliarden Dollar. Blockbuster wie Imfinzi, Tagrisso und Calquence verzeichneten weiterhin starke Zuwächse. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Astrazeneca 16 positive Phase-III-Studien und insgesamt 16 Blockbuster-Medikamente im Portfolio.

Anders sieht es im Bereich der Herz-Kreislauf-Medikamente aus. Hier sanken die Erlöse im vierten Quartal um 6 Prozent auf 3,05 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür ist vor allem die zunehmende Konkurrenz durch Nachahmerprodukte bei etablierten Präparaten wie dem Diabetesmittel Farxiga.

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Milliarden für China und die USA

Astrazeneca investiert massiv in seine beiden wichtigsten Märkte. Im Januar kündigte das Unternehmen an, bis 2030 insgesamt 15 Milliarden Dollar in China zu investieren – für den Ausbau der Produktion und Forschung. Parallel dazu begann am 2. Februar der Handel der Stammaktien an der New York Stock Exchange, was US-Investoren den direkten Zugang erleichtert.

Für 2026 erwartet Astrazeneca einen Umsatzanstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und ein bereinigtes Gewinnwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich. Das klingt nach Kontinuität, bedeutet aber eine Abschwächung gegenüber 2025, als der Umsatz um 8 Prozent und der bereinigte Gewinn um 11 Prozent zulegten. Die neue Prognose liegt zudem leicht unter den Erwartungen mancher Analysten. Morgan Stanley sprach von „gut genug“ – keine Begeisterungsstürme also.

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Über Dieter Jaworski 1431 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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