Während der breite australische Markt am Freitag leicht nachgab, setzten die Finanzwerte ihren Aufwärtstrend fort. Eine gezielte Sektor-Rotation und starke Quartalszahlen einzelner Institute hielten den Banken-Index im Plus. Vor allem die Hoffnung auf stabilere Margen durch steigende Anleiherenditen lockte Käufer an.
Sektor-Rotation stützt Finanzwerte
Der S&P/ASX 200 Banks Index zeigte sich zum Wochenabschluss widerstandsfähig. Nach anfänglicher Volatilität und einem zwischenzeitlichen Tief bei 4.438 Punkten erholte sich der Sektor am Nachmittag deutlich. Am Ende stand ein Plus von 0,25 Prozent auf 4.485,80 Punkte.
Hintergrund dieser Entwicklung ist eine Verschiebung der Anlegerpräferenzen. Während Wachstumssektoren wie Technologie und Gesundheit unter Druck gerieten, floss Kapital verstärkt in den Finanzsektor. Steigende Renditen für zehnjährige australische Staatsanleihen, die am Freitag auf 4,97 Prozent kletterten, stützen die Aussichten für die Nettozinsmargen der großen Institute. Obwohl die Inflation im Februar leicht auf 3,7 Prozent sank, bleiben die Renditen auf einem hohen Niveau, was Bankaktien als Absicherung gegen anhaltenden Preisdruck attraktiv macht.
Bendigo als Wochengewinner
Die Überraschung der Woche lieferte die Bendigo and Adelaide Bank (BEN). Nach einem starken Handelsupdate für das März-Quartal mit einem Barergebnis von 137,9 Millionen Dollar baute die Aktie ihre Gewinne massiv aus. Mit einem Wochenplus von 13,4 Prozent schloss das Papier bei 11,51 Dollar. Neue Technologie-Partnerschaften zur Kostensenkung befeuerten den Optimismus zusätzlich.
Bei den Branchenriesen, den sogenannten „Big Four“, ergab sich ein differenziertes Bild:
* Westpac (WBC): Legte um 0,28 Prozent auf 42,77 Dollar zu.
* ANZ Group (ANZ): Verzeichnete ein Plus von 0,16 Prozent auf 38,81 Dollar.
* National Australia Bank (NAB): Bildete das Schlusslicht mit einem Minus von 0,31 Prozent auf 45,36 Dollar.
Chartbild bleibt konstruktiv
Technisch befindet sich der Banken-Index in einem stabilen Aufwärtstrend. Er notiert weiterhin deutlich über seinen 50-Tage- und 200-Tage-Linien. Aktuell kämpft der Sektor mit dem psychologisch wichtigen Widerstand bei 4.500 Punkten, der bereits im Februar als hartnäckige Hürde fungierte.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von rund 43 derzeit weder eine Überhitzung noch einen überverkauften Zustand. Dies lässt Spielraum für weitere Zukäufe. Ein nachhaltiger Sprung über die 4.500-Punkte-Marke zum Wochenauftakt am Montag würde den Weg zum 52-Wochen-Hoch bei 4.551,90 Punkten ebnen.
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