Aurubis hat eine turbulente Woche hinter sich. Nach einem deutlichen Rücksetzer stabilisierte sich der Kurs pünktlich zum Wochenende. Anleger blicken nun auf die psychologisch wichtige Schwelle von 200 Euro.
Druck aus dem Rohstoffsektor
Ein branchenweiter Ausverkauf bei Industriemetallen belastete die Aktie zur Wochenmitte massiv. Sorgen über steigende Lagerbestände und schwankende Kupferpreise drückten die Notierungen nach unten. Zeitweise rutschte das Papier des Hamburger Konzerns bis auf 185 Euro ab.
Am Freitag folgte die Gegenbewegung. Mit einem Plus von 3,65 Prozent schloss die Aktie bei 199,00 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 192,24 Euro diente dabei als wichtige Unterstützung im Chart.
Hinzu kommt die starke langfristige Bilanz. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 56,94 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte der Wert der Aktie sogar um rund 150 Prozent.
Strategie für grünes Kupfer
Parallel dazu setzt der Konzern auf technologische Aufrüstung. In Hamburg weihte Aurubis die finale Stufe eines neuen Filtersystems ein. Rund 115 Millionen Euro flossen in die Anlage zur Emissionssenkung.
Das Ziel ist klar definiert. Aurubis will die Abhängigkeit von schwankenden Schmelzlöhnen verringern. Das Management fokussiert sich stattdessen auf die effiziente Verarbeitung komplexer Recyclingmaterialien.
In der nächsten Woche bestimmen makroökonomische Daten aus den USA und China das Geschehen. Industriemetalle reagieren meist sensibel auf diese Signale. Das 52-Wochen-Hoch bei 224,00 Euro bleibt das mittelfristige Ziel für Käufer.
Wichtige Marken für die kommenden Tage:
- Widerstand: 224,00 Euro
- Unterstützung 1: 192,24 Euro (50-Tage-Linie)
- Unterstützung 2: 146,97 Euro (200-Tage-Linie)
In den nächsten Wochen rückt die Nachfrage nach Schwefelsäure in den Mittelpunkt. Dieses wichtige Nebenprodukt der Kupferproduktion stützt die Prognose des Managements. Da vorerst keine Unternehmenstermine anstehen, bleibt die Aktie ein Spielball der globalen Rohstoffpreistrends.
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