Die UBS hat ihre Kupferpreisprognose angehoben — und die Begründung dahinter ist bemerkenswert konkret. Bis März 2027 erwarten die Analysten einen Anstieg auf 15.000 USD pro Tonne. Das wäre ein Plus von 500 USD gegenüber früheren Schätzungen. Für Aurubis als Europas führenden Kupferverarbeiter und Recycler könnte das ein bedeutendes Rückenwind-Szenario sein.
Angebotsdefizit wächst rasant
Der Kern der UBS-These ist ein sich verschärfendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Für 2025 kalkuliert die Bank mit einem globalen Angebotsdefizit von rund 200.000 Tonnen — 2026 soll sich diese Lücke auf etwa 520.000 Tonnen mehr als verdoppeln.
Strukturell gesehen sind die Treiber gut dokumentiert. Rechenzentren für KI-Anwendungen, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektromobilität gehören zu den kupferintensivsten Wachstumsbereichen der Weltwirtschaft. Laut Internationaler Energieagentur trifft bis 2030 eine globale Nachfrage von rund 31,3 Millionen Tonnen auf ein erwartetes Angebot von lediglich 25,9 Millionen Tonnen. Diese fundamentale Schere stützt langfristig die Margen von Verarbeitern und Recyclern.
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Steigende Logistikkosten als Gegenwind
Auf der Kostenseite sorgt der Iran-Konflikt für Druck. Diesel hat sich seit Kriegsbeginn um 40 bis 55 Cent pro Liter verteuert, was die energieintensiven Transport- und Produktionsprozesse in der Kupferbranche spürbar belastet. Speditionsverbände warnen vor Mehrbelastungen entlang der Lieferketten und fordern staatliche Entlastungsmaßnahmen.
Diese Kostensteigerungen könnten einen Teil des Gewinns aus höheren Metallpreisen wieder aufzehren. Wie stark Aurubis davon betroffen ist, hängt wesentlich davon ab, wie effizient das Unternehmen seine Logistik- und Beschaffungskosten steuert.
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Kurs noch unter dem 50-Tage-Durchschnitt
An der Börse spiegelt sich das positive Fundamentalbild bisher nicht vollständig wider. Mit einem Schlusskurs von 146,00 Euro notiert die Aktie rund zehn Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 162,26 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von gut 15 Prozent zu Buche — obwohl das Papier auf Jahressicht noch mehr als 60 Prozent zugelegt hat.
Sollte das Kupferdefizit in den kommenden Quartalen so eintreten wie von der UBS prognostiziert, dürfte der Markt die Bewertungslücke zwischen Fundamentaldaten und aktuellem Kursniveau neu kalibrieren.
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