Die Aktie von Aurubis verbuchte am Freitag ein Kursplus von 2,8 Prozent und ging bei 157,10 Euro aus dem Handel. Für ein freundliches Branchenumfeld sorgten anziehende Kupfernotierungen. Laut Reuters stützten Angebotsprobleme sowie ein schwächerer US-Dollar die Preise für das Industriemetall. Obwohl der Bericht keinen direkten Bezug zur Bewegung des Hamburger Konzerns herstellte, bewegt sich Aurubis als Kupferproduzent im selben Sektorumfeld.

Kontinuität im Vorstand gesichert

Auf der Führungsebene setzt der Konzern auf langfristige Stabilität. Der Aufsichtsrat verlängerte am 29. September die Verträge zweier Vorstandsmitglieder. Die Bestellung von Vorstandschef Toralf Haag wurde bis zum 28. Februar 2031 bestätigt. Auch Produktionsvorstand Tim Kurth bleibt dem Unternehmen über die bisherige Laufzeit hinaus erhalten, sein Mandat läuft nun bis zum 30. Juni 2032.

Für Finanzvorstand Steffen Hoffmann steht im Oktober 2026 ebenfalls eine Verlängerung des Vertrags bis Ende September 2032 an. Gleichzeitig gab es eine Veränderung im Gremium: Vorstandsmitglied Inge Hofkens schied einvernehmlich zum Monatsende September aus dem Unternehmen aus. Mit Aufgaben für das Recyclinggeschäft betraute der Konzern Verena von Weiss.

Großabkommen mit Prysmian und Goldman-Mitteilung

Auf der operativen Seite meldete Aurubis den Abschluss eines bedeutenden Liefervertrags. Das Unternehmen unterzeichnete am 23. September eine langfristige Vereinbarung mit Prysmian über die Lieferung von Kupfer-Gießwalzdraht. Der Konzern bezeichnete das Abkommen als die bislang größte Vereinbarung zwischen den beiden Partnern. Ziel der Partnerschaft ist es, Europas Versorgung mit Kupfer zu stärken.

Bewegung zeigte sich zudem auf Seiten der Anteilseigner. Aus einer Stimmrechtsmitteilung von The Goldman Sachs Group ging hervor, dass die US-Bank Mitte September einen Gesamtanteil von 9,95 Prozent an Aurubis hielt. Diese Position setzte sich überwiegend aus Finanzinstrumenten sowie einem kleineren Anteil an direkten Stimmrechten zusammen. Wenige Tage zuvor hatte das Institut eine Beteiligung von 10,35 Prozent gemeldet.

Bilanz seit Jahresbeginn

Auf mittlere Sicht behauptet sich die Aktie trotz zwischenzeitlicher Kursschwankungen im Frühherbst. Seit Jahresanfang summiert sich der Zuwachs auf 28 Prozent. Im weiteren Verlauf stehen für das Management Termine im Kapitalmarktkalender an, darunter die Teilnahme an einer Roadshow von Kepler in Paris.