Der französische Versicherungskonzern Axa hat die Markterwartungen für das erste Halbjahr 2026 übertroffen und bereitet sich nun auf die Vorstellung eines neuen Strategieplans vor. Mehrere Analystenhäuser reagierten am heutigen Dienstag mit deutlichen Anhebungen ihrer Kursziele auf die jüngste Geschäftsentwicklung. Trotz der positiven Expertenstimmen notiert die Aktie im heutigen Handel bei 44,56 Euro und damit rund 0,93 Prozent im Minus.
Starke Ertragskraft im ersten Halbjahr
Die am vergangenen Freitag veröffentlichten Ergebnisse für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres belegen einen robusten Wachstumskurs. Das Nettoergebnis stieg auf vergleichbarer Basis um 9 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Besonders kräftig legte das Segment Lebens- und Krankenversicherung zu, dessen operatives Ergebnis den Marktkonsens um 4 Prozent übertraf. Die gesamten Bruttoprämien kletterten um 5 Prozent auf 66,3 Milliarden Euro.
Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war das Neugeschäft in der Personenversicherung. Hier konnte das Unternehmen bereits in der ersten Jahreshälfte 2 Millionen neue Verträge abschließen. Damit liegt dieser Wert bereits nach sechs Monaten über dem Niveau des gesamten Vorjahres, in dem 1,7 Millionen Neuverträge verzeichnet wurden. Auch die Kapitalausstattung bleibt solide: Die Solvenz-II-Quote liegt mit 218 Prozent deutlich über der Zielmarke von 200 Prozent.
Analysten heben die Daumen
Die Analystengemeinschaft wertet die Bilanz als Zeichen für die operative Stärke des Konzerns. Die Experten von Jefferies hoben ihr Kursziel für das Papier von 43 auf 52 Euro an und bestätigten die Einstufung auf „Buy“. Zur Begründung hieß es, der Ertragstrend liege über den Markterwartungen und die Gewinnentwicklung bewege sich am oberen Ende der Prognosen. Zudem profitiere Axa von Reformen bei den Solvency-II-Regelungen, die zusätzliche Überschüsse freisetzen könnten.
Auch bei der Schweizer Großbank UBS blicken die Analysten optimistischer auf den Wert. Das Kursziel wurde am heutigen Dienstag von 45 auf 51 Euro angehoben, während die Empfehlung „Buy“ beibehalten wurde. Die Analysten von Morgan Stanley zogen ebenfalls nach und erhöhten ihre Zielmarke auf 48 Euro. Im Branchenvergleich wird die Aktie von Experten weiterhin als günstig bewertet angesehen, zumal die Dividendenkapazität durch hohe Cash-Remittances von über 21 Milliarden Euro gestützt wird.
Strategietag im September als nächster Meilenstein
Nachdem die versicherungstechnischen Margen ihre Ziele erreicht haben, verlagert das Management den Fokus nun verstärkt auf profitables Wachstum. In den USA konzentriert sich der Konzern dabei insbesondere auf den Mittelstandsmarkt. Belastend wirkten im ersten Halbjahr lediglich Verluste im Nahen Osten in Höhe von rund 100 Millionen Euro sowie Belastungen durch Naturkatastrophen, die die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) mit 3,5 Prozentpunkten beeinflussten.
Für die kommenden Wochen richten sich die Blicke der Anleger auf den 15. September. An diesem Tag wird Axa seinen neuen Strategieplan vorstellen. Marktbeobachter erwarten hier nähere Details zu den Wachstumszielen in Bereichen wie der Energiewende, autonomen Fahrzeugen und der Versicherung von Rechenzentren. Mit einem Kursplus von 8,26 Prozent seit Jahresbeginn nähert sich die Aktie allmählich wieder ihrem 52-Wochen-Hoch von 45,89 Euro an, das Ende Juli erreicht worden war.
Axa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Axa-Analyse vom 4. August liefert die Antwort:
Die neusten Axa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Axa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Axa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

