Der schwedische Lebensmittelhändler legte heute solide Quartalszahlen vor — und wurde dafür von den Märkten abgestraft. Die Aktie fiel um knapp 9 Prozent auf 296,40 Schwedische Kronen, obwohl Umsatz und Gewinn gegenüber dem Vorjahr zulegten. Der Markt hatte offensichtlich mehr erwartet.
Konkret: Der Nettoumsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 2,6 Prozent auf rund 21,6 Milliarden Schwedische Kronen. Der operative Gewinn verbesserte sich auf 806 Millionen Kronen, die bereinigte Marge kletterte auf 3,8 Prozent. Auf dem Papier ein ordentliches Ergebnis — doch das Retailwachstum von 3,8 Prozent blieb hinter dem Marktdurchschnitt von 4,4 Prozent zurück. Genau das dürfte Investoren irritiert haben.
Sondereffekte trüben das Bild
Ein wesentlicher Störfaktor war die schwedische Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel vom 1. April. Willys und City Gross reduzierten ihre Preise bereits zwei Tage vor dem offiziellen Inkrafttreten — ein Schachzug zur Positionsstärkung, der kurzfristig jedoch teuer kam. Erhöhte Marketingausgaben, Personalkosten für die manuelle Preisanpassung an Millionen von Artikeln sowie IT-Entwicklungskosten belasteten das Ergebnis gegen Quartalsende spürbar. Der erhoffte Volumenanstieg durch die Preissenkung blieb dabei aus.
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Hinzu kamen operative Einschränkungen bei Willys: Zwei Filialen wurden Ende 2025 vorübergehend für Umsiedlungen geschlossen, größere Modernisierungen weiterer Standorte liefen parallel. Neue Stores eröffneten erst spät im März und trugen kaum zum Quartalsergebnis bei. Ohne diese Sondereffekte wäre das Konzernwachstum nach eigenen Angaben in etwa marktkonform ausgefallen.
Hemköp glänzt, City Gross erholt sich
Während Willys unter Erwartungen blieb, lieferte Hemköp eine starke Vorstellung: Das Retailwachstum lag bei rund 6 Prozent, der Marktanteil stieg deutlich. Die operative Marge verbesserte sich auf 5,1 Prozent — das Ergebnis jahrelanger Modernisierungsarbeit bei Sortiment und Ladenkonzept.
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City Gross, das Problemkind der Gruppe, setzt seinen Turnaround fort. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr, das Like-for-Like-Wachstum betrug 3,6 Prozent. Die laufenden Filialschließungen belasten zwar die Gesamtwachstumsrate, sollen aber die Basis für künftige Expansion festigen. Im Februar eröffnete City Gross zudem einen neuen Standort in Norrtälje.
Auf Gruppenebene investiert Axfood weiter kräftig: Im ersten Quartal wurden vier neue eigene Filialen eröffnet, und der Bau eines hochautomatisierten Logistikzentrums in Kungsbacka schreitet planmäßig voran — mit einer ersten Zahlung von 185 Millionen Kronen in diesem Quartal. Fertigstellung ist für 2030 geplant. Der freie Cashflow litt unterdessen unter einem Lageraufbau vor Ostern und fiel mit minus 692 Millionen Kronen deutlich schwächer aus als im Vorjahresquartal.
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