AXT hat am Donnerstag für das dritte Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 73,4 Millionen $ gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 162% gegenüber dem Vorjahr. Die starke Nachfrage nach Indiumphosphid treibt das Geschäft. Parallel soll eine vereinbarte Finanzierung der Tochtergesellschaft Beijing Tongmei Xtal Technology den Ausbau der Kapazitäten unterstützen.
Damit stehen Geschäftsentwicklung und Ausbaupläne im Mittelpunkt. Für Anleger ist dabei eine Unterscheidung entscheidend: Den Rekordumsatz hat AXT bereits erzielt. Die Finanzierung unterliegt dagegen noch Abschlussbedingungen. Die Vereinbarungen sind deshalb nicht mit einem bereits abgeschlossenen Mittelzufluss gleichzusetzen.
Nachfrage schlägt sich im Ergebnis nieder
Unter dem Strich meldete AXT einen Nettogewinn nach GAAP von 25,7 Millionen $. Der verwässerte Gewinn je Aktie betrug 0,39 $. Damit beschränkt sich die Quartalsmeldung nicht auf das Umsatzwachstum: AXT wies zugleich einen positiven Ergebnisbeitrag aus.
CEO Morris Young führte das Wachstum auf die starke Indiumphosphid-Nachfrage zurück. Nach seinen Angaben hat AXT seine Umsatzchance mit diesem Material für das laufende Jahr mehr als vervierfacht. Diese Aussage beschreibt das Umsatzpotenzial und ist nicht mit bereits verbuchten Erlösen gleichzusetzen.
Die Aktie gewinnt heute 3,0%. Eine unmittelbare Ursache für diese Tagesbewegung lässt sich aus der Quartalsmeldung allein nicht ableiten. Inhaltlich liefert sie jedoch den Bezugspunkt für die Ausbaupläne: AXT will zusätzliche Kapazitäten für das nachgefragte Material schaffen.
Tongmei-Finanzierung bleibt an Bedingungen geknüpft
Am Mittwoch gab AXT Vereinbarungen über eine Beteiligungsfinanzierung für Tongmei bekannt. Vorgesehen sind mindestens 1.912.350.000 RMB und höchstens 3.668.639.053,25 RMB. Der Abschluss wird im Dezember 2026 erwartet und steht unter Bedingungen.
Die Mittel sollen teilweise in den Ausbau der Indiumphosphid-Kapazitäten sowie in weitere betriebliche Aktivitäten fließen. Der Höchstbetrag der institutionellen Investoren ist allerdings nicht zugesichert. Für die Einordnung der Ausbaupläne zählt deshalb nicht nur das mögliche Finanzierungsvolumen, sondern auch dessen tatsächliche Realisierung.
AXT hat separat vereinbart, den RMB-Gegenwert von 400 Millionen US$ in Tongmei zu investieren. Diese Zusage ist von der geplanten Beteiligung institutioneller Investoren zu unterscheiden.
Das Rekordquartal belegt damit die bereits erzielte Geschäftsdynamik. Wie weit Tongmei den Kapazitätsausbau finanziell unterlegen kann, hängt zugleich vom bedingungsgemäßen Abschluss der vereinbarten Investitionen ab. Umsatzpotenzial, gemeldetes Ergebnis und Finanzierung bleiben drei unterschiedliche Größen.
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