Der britische Rüstungskonzern Babcock International vollzieht einen Führungswechsel an der Spitze. CEO David Lockwood wird bis Ende 2026 zurücktreten, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Als Nachfolger hat der Verwaltungsrat Harry Holt ausgewählt, der derzeit den Nuclear-Bereich leitet – das größte Segment im Konzern.
Holt wird im Juni zunächst als Deputy CEO in den Vorstand eintreten, bevor er nach einer Übergangsphase die Konzernführung übernimmt. Lockwood hatte das Ruder im September 2020 übernommen und das Unternehmen durch eine umfassende strategische und finanzielle Transformation geführt. Unter seiner Ägide kehrte Babcock in den FTSE 100 zurück.
Nuclear-Chef mit beeindruckender Erfolgsbilanz
Die Wahl fiel nicht ohne Grund auf Holt. Seit November 2023 führt er den Nuclear-Bereich und steigerte dessen Umsatz zwischen den Geschäftsjahren 2023 und 2025 um rund 54 Prozent. Die Margen erreichten dabei 9 Prozent. Zuvor verbrachte Holt sieben Jahre im Führungsteam von Rolls-Royce, unter anderem als Präsident der Nuklearsparte.
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Für das laufende Geschäftsjahr bis 31. März 2026 bekräftigte Babcock die Margenzielmarke von 8 Prozent. Das starke organische Umsatzwachstum setzte sich im dritten Quartal fort, wobei die Nuclear-Division als Haupttreiber fungierte. Neue Clean-Energy-Projekte sorgten für kräftigen Schub. Auch die Aviation-Sparte legte zu, während Land-Operationen von höheren LGE-Volumina und der Expansion des Skynet-Programms profitierten.
Indonesien-Deal könnte zusätzlichen Schub bringen
Könnte die Prognose sogar übertroffen werden? Babcock selbst deutet das an – abhängig vom Fortschritt des indonesischen Arrowhead-Geschäfts. Im November hatte der Konzern eine Partnerrolle im 4 Milliarden Pfund schweren Maritime Partnership Programme für die indonesische Marine und Fischereiflotte gesichert. Am 20. Januar folgte eine Absichtserklärung über den potenziellen Verkauf von zwei weiteren Arrowhead-140-Lizenzen.
Parallel laufen die Arbeiten am Arrowhead-Programm in Schottland auf Hochtouren. Im Dezember erreichte die HMS Formidable (Schiff 3) in Rosyth einen weiteren Meilenstein. Die Arbeiten am zweiten Schiff und der Stahlschnitt für Schiff 4, die HMS Bulldog, stehen in den kommenden Wochen an.
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AUKUS-Partnerschaft ausgeweitet
In den USA erweiterte Babcock die strategische Partnerschaft im Virginia-Class-U-Boot-Programm. Der Auftrag berechtigt das Unternehmen zur Fertigung komplexer U-Boot-Baugruppen für die Block-VI-Schnellangriffs-U-Boote – ein kritischer Bestandteil der trilateralen AUKUS-Partnerschaft zwischen Australien, Großbritannien und den USA.
Zudem schloss sich Babcock mit HII und dem Verteidigungstechnologie-Unternehmen Arondite zur ARMOR Force zusammen, um autonome und bemannte Systeme im maritimen Bereich voranzutreiben. Im Rahmen eines 1-Milliarde-Pfund-Fünfjahresvertrags lief im dritten Quartal in Devonport das erste von 53 sechsrädrigen Hochmobilitätsfahrzeugen für die britische Armee vom Band.
Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Pfund hat bereits 90 Millionen Pfund erreicht. Der Abschluss ist für Ende März geplant – rechtzeitig zum Geschäftsjahresende.
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