Bajaj Mobility AG hat heute den Halbjahresfinanzbericht 2026 veröffentlicht. Der Konzernumsatz kletterte im ersten Halbjahr auf 701,4 Millionen Euro, ein Plus von 65,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen 370,2 Millionen Euro.

Neben dem Umsatzwachstum sticht vor allem der Ergebnisumschwung heraus. Im zweiten Quartal 2026 wies Bajaj Mobility ein positives EBIT von 1,3 Millionen Euro aus, bereinigt um Restrukturierungsgewinne.

Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte noch ein Verlust von 164,7 Millionen Euro zu Buche gestanden. Die EBITDA-Marge lag bei 8,7 Prozent. Der Bericht wurde auf den Investor-Relations-Seiten des Unternehmens sofort nach Veröffentlichung bereitgestellt.

Vom Verlust zur schwarzen Zahl

Der Sprung von einem deutlichen operativen Verlust hin zu einem positiven EBIT markiert einen Wendepunkt für Bajaj Mobility. Während das Unternehmen im entsprechenden Vorjahresquartal noch mit erheblichen Restrukturierungslasten zu kämpfen hatte, zeigt die aktuelle Bilanz, dass die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Die EBITDA-Marge von 8,7 Prozent liefert dabei einen ersten Beleg dafür, dass das Wachstum nicht auf Kosten der Profitabilität erkauft wurde.

Anleger reagierten in den Wochen vor der Bilanzvorlage bereits mit spürbarem Zukauf. Der Kurs der Aktie hat sich seit dem Jahrestief von Oktober 2025 fast verdreifacht und liegt aktuell klar über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Zuletzt sorgte allerdings eine Verschnaufpause für Ernüchterung: Am Mittwoch schloss die Aktie bei 33,50 Euro, ein Minus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vortag.

Personelle Weichenstellung bei KTM

Parallel zur Bilanzvorlage gab es auch Bewegung auf der Führungsebene der Konzerntochter KTM. Vor rund zehn Tagen wurde David Bauer zum Vize Controlling & Transformation ernannt.

Die Personalie fällt in eine Phase, in der Bajaj Mobility seine Strukturen auf profitables Wachstum ausrichtet – ein Signal dafür, dass der Konzern auch auf Tochterebene die Kontrollmechanismen stärken will, während die Zahlen der Muttergesellschaft eine Trendwende andeuten.

Bewertung bleibt anspruchsvoll

Trotz des Kursrücksetzers am Mittwoch bewegt sich die Aktie weiterhin deutlich über ihren gleitenden Durchschnittslinien der vergangenen Monate. Die Marktkapitalisierung von Bajaj Mobility liegt bei 2,56 Milliarden Euro.

Angesichts der massiven Kursgewinne der vergangenen Monate dürfte der Markt nun genau beobachten, ob sich das operative Momentum aus dem zweiten Quartal in den kommenden Quartalen fortsetzt – oder ob die Restrukturierungserfolge einmalige Effekte bleiben.

Die vorgelegten Zahlen liefern dafür zumindest eine solide Grundlage: Umsatzwachstum und Ergebnisumschwung fallen in dieselbe Berichtsperiode und stützen sich damit gegenseitig.