Ballard Power wagt den großen Wurf in Großbritannien. Der Wasserstoff-Spezialist kauft den Anbieter GeoPura. Die teure Übernahme schickte den Kurs zunächst auf Talfahrt. Nun versuchen Käufer eine Bodenbildung.

Teurer Umbau zum Komplettanbieter

Am 23. Juni 2026 verkündete das Management den Deal. Ballard übernimmt GeoPura für rund 400 Millionen US-Dollar. Damit wandelt sich der Konzern vom reinen Technologie-Lieferanten zum integrierten Wasserstoff-Anbieter.

Die Finanzierung hat einen Haken. Ballard zahlt den Großteil über die Ausgabe von knapp 51 Millionen neuen Aktien. Das verwässert die Anteile der Altaktionäre massiv. Die Folge: ein brutaler Ausverkauf.

Der Kurs brach im vergangenen Monat um fast 38 Prozent ein. Am heutigen Dienstag klettert das Papier immerhin um 3,76 Prozent. Der Preis erreicht 3,37 Euro.

Das Management verteidigt den Schritt. Die Führungsetage rechnet mit jährlichen Einsparungen von 25 Millionen US-Dollar. Bis 2028 will Ballard Power profitabel arbeiten.

Großauftrag stützt das Kerngeschäft

Abseits der Übernahme läuft das operative Geschäft weiter. Mitte Juni sicherte sich Ballard einen Auftrag über 15 Megawatt. Ein Kunde bestellte 150 Brennstoffzellen-Module für netzunabhängige Stromgeneratoren.

Es handelt sich um einen Folgeauftrag in bekannter Größenordnung. Die Auslieferung startet in der zweiten Jahreshälfte 2026. Solche Systeme kommen oft auf Baustellen oder bei Großveranstaltungen zum Einsatz.

Wichtige charttechnische Marken

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der Kurs notiert unter seinem mittelfristigen Durchschnitt von 3,85 Euro. Nach unten bietet die 200-Tage-Linie bei 2,74 Euro eine wichtige Unterstützung.

Ein RSI-Wert von 39,7 signalisiert eine allmählich überverkaufte Situation. Der Fokus richtet sich nun auf den Abschluss der GeoPura-Übernahme. Dieser ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.