Weichai Power baut seinen Anteil an Ballard Power Systems weiter ab. Am 6. Juli verkaufte der chinesische Großaktionär erneut 151.350 Aktien zu durchschnittlich 4,99 kanadischen Dollar. Das Volumen: rund 755.000 Dollar. Der Schritt reiht sich in eine Serie größerer Verkäufe aus dem Mai ein, bei denen Weichai Millionen von Papieren zu Preisen zwischen 5,65 und 5,86 Dollar abgestoßen hatte.
Nach dem jüngsten Verkauf hält Weichai noch rund 30,95 Millionen Aktien. Der kontinuierliche Rückzug eines strategischen Investors setzt die ohnehin angeschlagene Aktie zusätzlich unter Druck.
Kurs auf Talfahrt
Die Ballard-Aktie notiert aktuell bei 2,84 Euro. Das sind 0,28 Prozent weniger als am Vortag. Auf Monatssicht summiert sich das Minus auf 30,81 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 5,62 Euro aus Juni trennen die Aktie knapp 50 Prozent.
Der RSI von 31,4 Punkten signalisiert: Ballard steuert auf überverkaufte Niveaus zu. Der Kurs liegt 27 Prozent unter der 50-Tage-Linie von 3,89 Euro. Immerhin: Zum Jahrestief von 1,48 Euro aus August 2025 beträgt der Abstand 92 Prozent. Seit Jahresbeginn steht immer noch ein Plus von 23,82 Prozent.
Gegenwind aus der Branche
Die gesamte Wasserstoff-Branche kämpft mit Gegenwind. FuelCell Energy brachte kürzlich ein aufgestocktes Angebot über 10,7 Millionen Aktien zu je 21 Dollar an den Markt. Ziel: 225 Millionen Dollar für den Ausbau der Produktion. Solche Kapitalmaßnahmen verunsichern Anleger.
Bloom Energy verlor am 8. Juli 11 Prozent an Wert. Auslöser war ein Short-Seller-Bericht, der Fragen zur Lieferkette und Produktionskapazität aufwarf – insbesondere zur Abhängigkeit von chinesischem Scandium. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.
Positive Signale kommen dagegen von Plug Power. Der Konzern sicherte sich einen Auftrag über eine 50-Megawatt-Elektrolyseur-Anlage für Australiens größtes grünes Wasserstoffprojekt – das erste mit finaler Investitionsentscheidung.
Finanziell auf Kurs
Ballard selbst zeigt operative Fortschritte. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 19,4 Millionen Dollar – ein Plus von 26 Prozent zum Vorjahr. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 14 Prozent, das ist der dritte positive Quartalswert in Folge. Der operative Cash-Bedarf sank um 68 Prozent auf 7,8 Millionen Dollar. Die Kasse ist mit 516,8 Millionen Dollar weiter gut gefüllt.
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