Die älteste Bank der Welt klärt ihre Machtverhältnisse. Am heutigen Mittwoch tritt der neu gewählte Verwaltungsrat der Banca Monte dei Paschi di Siena zusammen, um die Führungsspitze offiziell zu besetzen. Im Zentrum steht die Stärkung von CEO Luigi Lovaglio.
Lovaglio erhält mehr Kompetenzen
Der Verwaltungsrat will Lovaglio künftig mit erweiterten Kompetenzen ausstatten. Das Management will so die Entscheidungsprozesse beschleunigen. Die Aktionärsgruppe PLT Holding sicherte sich bei der Wahl am 15. April mit knapp 50 Prozent der Stimmen die Mehrheit. Damit festigte sie die Position des Sanierers Lovaglio an der Spitze des Instituts.
Die Besetzung des Präsidentenamtes verlief weniger geräuschlos. Während PLT Holding und der scheidende Verwaltungsrat Cesare Bisoni als Kandidaten bevorzugen, drängten Minderheitsaktionäre auf Corrado Passera. Diese Gruppe um den Investor Caltagirone fordert eine stärkere Einbindung ihrer Interessen. Die heutige Sitzung soll diesen Konflikt beilegen.
Integration und Übernahmephantasie
Die personelle Kontinuität ist für die Bank strategisch wichtig. Lovaglio treibt aktuell die Integration der Mediobanca voran. Parallel dazu hält Monte dei Paschi einen Anteil von 13,2 Prozent am Versicherer Generali.
Marktbeobachter spekulieren über eine mögliche Fusion mit der Banco BPM. Eine solche Transaktion könnte den italienischen Bankensektor nachhaltig verändern. Ein klares Signal für den Markt.
An der Börse kommt der Kurs der Bank gut an. Die Aktie notiert mit 9,11 Euro nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten verbuchten Anleger ein Plus von über 56 Prozent.
Die Arbeitnehmervertreter fordern nun konkrete Ergebnisse. Für sie zählen dauerhaftes Wachstum und stabile Gewinne als Gegenleistung für die Unterstützung des CEO. Die Integration der Mediobanca bleibt dabei der wichtigste operative Meilenstein des laufenden Geschäftsjahres.
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