Die Zahlen liegen auf dem Tisch – und die Anleger reagieren prompt. Banco De Sabadell hat am gestrigen Donnerstag die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Das Fazit: Der Nettogewinn sank um 2,8 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro. Die Aktie verlor daraufhin 4,91 Prozent und notierte bei 3,10 Euro.
Dabei hatte die spanische Bank durchaus auch positive Entwicklungen zu vermelden. Die Kapitalquote (CET1) liegt mit 13,1 Prozent solide, die Kreditqualität hat sich verbessert. Zudem kündigte Sabadell eine Ausschüttung von insgesamt 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre an – das entspricht rund neun Prozent der Marktkapitalisierung. Doch der Markt konzentrierte sich auf den Gewinnrückgang und die Herausforderungen im Wettbewerbsumfeld.
Zinsdruck frisst Margenerträge
Ein zentraler Belastungsfaktor: Der Zinsüberschuss schrumpfte um 3,7 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro. Die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank hinterließen deutliche Spuren. Die Kundenmarge verengte sich von 3,07 Prozent im Vorjahr auf 2,93 Prozent. Auch die Nettozinsmarge als Anteil an den durchschnittlichen Gesamtaktiva fiel von 2,06 Prozent auf 1,98 Prozent.
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Immerhin entwickelte sich das Kreditgeschäft positiv. Ohne die britische Tochter TSB legten die leistungsstarken Kredite um 5,4 Prozent auf 119,62 Milliarden Euro zu. Besonders das Hypothekengeschäft in Spanien zeigte Stärke. Die Kundenfonds stiegen um 4,3 Prozent auf 224,92 Milliarden Euro.
TSB glänzt – und wird verkauft
Während das Gesamtergebnis enttäuschte, lieferte ausgerechnet die britische Tochter TSB eine Glanzleistung ab. Der Beitrag zum Konzernergebnis stieg um 25,6 Prozent auf 318 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite erreichte 13,5 Prozent, die Kapitalquote lag bei komfortablen 16,7 Prozent.
Doch TSB gehört bald der Vergangenheit an. Im August 2025 stimmten die Aktionäre dem Verkauf an Banco Santander zu. Der Kaufpreis: 2,65 Milliarden Euro. Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Sabadell plant, aus dem Verkaufserlös im Jahr 2026 eine außerordentliche Dividende von 700 Millionen Euro auszuschütten.
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Neue Führung übernimmt
Parallel zu den Zahlen gab Sabadell einen Führungswechsel bekannt. CEO César González-Bueno verlässt das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen. Sein Nachfolger wird Marc Armengol, der aktuell noch TSB leitet. Der Wechsel soll im Mai nach der Hauptversammlung erfolgen, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Zentralbank.
Armengol bringt fast 25 Jahre Erfahrung bei Sabadell mit und war maßgeblich am TSB-Verkauf beteiligt. Aufsichtsratschef Josep Oliu lobte González-Bueno für dessen fünfjährige Amtszeit, in der sich der Aktienkurs verzwölffachte – die beste Performance unter allen europäischen Banken im IBEX in diesem Zeitraum.
Die strategische Neuausrichtung auf profitables Wachstum mit verbesserter Kreditqualität zeigt bereits Wirkung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit bei Neukrediten halbierte sich 2025 im Vergleich zu 2023. Die Quote notleidender Kredite sank von 2,84 Prozent auf 2,37 Prozent. Ob diese Transformation den Gewinntrend umkehren kann, wird sich 2026 zeigen.
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