Die Minenbranche erlebt einen Schock-Moment. Nach heftigen Verlusten am Freitag setzte sich die Talfahrt zum Wochenbeginn zunächst fort – die Barrick-Aktie sackte vorbörslich an der NYSE zeitweise um 2,47 Prozent auf 44,66 US-Dollar ab. Damit summieren sich die Verluste binnen weniger Tage auf über 14 Prozent. Im Tagesverlauf gelang jedoch eine deutliche Erholung: Die Aktie drehte ins Plus und notierte zeitweise 2,31 Prozent höher bei 46,88 US-Dollar.
Was löste diese massiven Schwankungen aus? Der Auslöser findet sich nicht in den Geschäftszahlen des Goldproduzenten, sondern in Washington.
Kevin Warsh – der Mann, der Gold zum Absturz brachte
Die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher neuer Fed-Chef versetzte den Rohstoffmärkten einen Schlag. Warsh gilt als „Inflation Hawk“ – ein Verfechter restriktiver Geldpolitik. Seine Ernennung signalisiert den Märkten: Die Ära niedriger Zinsen könnte vorbei sein.
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„Die Entscheidung der Märkte, Edelmetalle parallel zu US-Aktien zu verkaufen, deutet darauf hin, dass Anleger Warsh als restriktiveren Geldpolitiker einschätzen“, analysiert Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia die Lage. Die Logik dahinter ist brutal simpel: Höhere Realzinsen schmälern die Attraktivität nicht verzinslicher Anlagen wie Gold massiv.
Der Goldpreis verzeichnete am Freitag mit minus 9 Prozent den größten Tagesverlust seit 2013. Ein dramatischer Einbruch – vor allem angesichts der vorangegangenen Rekordjagd. Jim Reid von der Deutschen Bank konstatiert, die Feinunze habe zuvor die stärkste achttägige Rally seit der Finanzkrise 2008/2009 erlebt.
Margin Calls und Zwangsverkäufe verschärfen den Druck
Die Situation eskalierte durch einen gefährlichen Domino-Effekt. Spekulanten, die mit Kredit auf steigende Goldpreise gesetzt hatten, gerieten durch den Preisverfall massiv unter Druck. Den Sprung über die 5.000-Dollar-Marke hatten viele als typischen Spike in Rohstoffmärkten identifiziert – erhöhte Margin-Anforderungen taten ihr Übriges.
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Hedgefonds sehen sich nun gezwungen, Positionen aufzulösen. Das Problem: Sie müssen teils auch andere Anlagen wie Aktien veräußern, um ihre Schieflage zu begrenzen. Die Turbulenzen an den Metallmärkten greifen damit direkt auf die Aktienmärkte über.
Neben Barrick traf es die gesamte Minenbranche mit voller Wucht. Newmont verlor am Freitag 11,49 Prozent, Pan American Silver brach um 13,73 Prozent ein, First Majestic Silver stürzte sogar um 17,2 Prozent ab. Die vorbörslichen Verluste am Montag setzten diese Abwärtsspirale zunächst fort – auch wenn sich im Tagesverlauf eine technische Gegenbewegung einstellte.
Die zentrale Frage bleibt: Handelt es sich nur um eine überfällige Korrektur nach der vorangegangenen Überhitzung – oder markiert die Warsh-Nominierung einen fundamentalen Wendepunkt für Edelmetalle und deren Produzenten?
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