Barrick Mining Aktie: Achterbahnfahrt nach Gold-Crash

Die Aktie des Goldproduzenten erlitt starke Verluste nach einem historischen Einbruch des Goldpreises, ausgelöst durch die Nominierung eines neuen Fed-Chefs. Eine leichte Erholung folgte am Montag.

Barrick Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldpreis verzeichnet größten Crash seit 2013
  • Nominierung von Kevin Warsh zur Fed löst Verkäufe aus
  • Margin Calls verstärken den Abwärtsdruck
  • Gesamte Bergbaubranche erleidet deutliche Verluste

Die Aktie von Barrick Mining erlebt turbulente Zeiten. Am Freitag brach der Titel um satte 12,03 Prozent ein – einer der heftigsten Tagesverluste des Jahres. Zum Wochenstart stabilisierte sich das Papier zunächst mit Verlusten von über 1 Prozent bei 45,32 US-Dollar, bevor es im weiteren Handelsverlauf an der NYSE um 2,31 Prozent auf 46,88 US-Dollar zulegen konnte.

Was steckt hinter diesen massiven Schwankungen?

Goldpreis-Kollaps erschüttert Minenwerte

Der dramatische Kurseinbruch folgt dem größten Goldpreis-Crash seit 2013. Am Freitag verlor das Edelmetall binnen eines Handelstages 9 Prozent an Wert – ein bemerkenswerter Absturz, nachdem die Feinunze zuvor die stärkste achttägige Rally seit der Finanzkrise 2008/2009 hingelegt hatte. Erst kürzlich hatte Gold neue Rekordhöhen erklommen und die 5.000-Dollar-Marke geknackt.

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Die gesamte Bergbaubranche geriet unter Druck. Newmont büßte am Freitag 11,49 Prozent ein, Pan American Silver verlor 13,73 Prozent, First Majestic Silver stürzte sogar um 17,2 Prozent ab. Selbst diversifizierte Rohstoffkonzerne wie Anglo American und Rio Tinto mussten deutliche Verluste hinnehmen.

Warsh-Nominierung löst Flucht aus Edelmetallen aus

Verantwortlich für den Ausverkauf ist die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chef. Der Markt stuft ihn als „Inflation Hawk“ ein, der eine restriktivere Geldpolitik verfolgen dürfte. „Die Entscheidung der Märkte, Edelmetalle parallel zu US-Aktien zu verkaufen, deutet darauf hin, dass Anleger Warsh als restriktiveren Geldpolitiker einschätzen“, so Vivek Dhar, Rohstoffstratege bei der Commonwealth Bank of Australia.

Höhere Realzinsen schmälern die Attraktivität nicht verzinslicher Anlagen wie Gold massiv. Zumal die Edelmetalle zuletzt ohnehin überdurchschnittlich gut gelaufen waren.

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Margin Calls verstärken Abwärtsdruck

Der Kursrutsch kam für Experten nicht völlig überraschend. „Den Sprung über die 5.000er-Marke haben fast alle als typischen Spike in Commodity-Märkten gesehen, dazu kamen erhöhte Margin-Anforderungen“, erklärte ein Händler. Spekulanten, die mit Kredit auf weiter steigende Goldpreise gewettet hatten, gerieten durch den Preisverfall massiv unter Druck und mussten Positionen auflösen. Hedgefonds waren teils gezwungen, auch Aktienbestände zu veräußern.

Die Schwankungen bei Silber fielen sogar noch heftiger aus als bei Gold – was die Silberproduzenten besonders hart traf.

Kann sich Barrick Mining von diesem Schock erholen? Die anfängliche Stabilisierung am Montag deutet zumindest darauf hin, dass Schnäppchenjäger erste Positionen aufbauen. Die weitere Entwicklung dürfte jedoch stark davon abhängen, ob sich die Edelmetallpreise nachhaltig stabilisieren können.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.