Nach einer beeindruckenden Rallye folgt für Barrick Mining das böse Erwachen. Der Goldriese kämpft nicht nur mit korrigierenden Edelmetallpreisen, sondern steht vor einem massiven strategischen Problem: Ein eskalierender Streit mit Partner Newmont bedroht die Börsenpläne in Nordamerika. Ist der langfristige Aufwärtstrend damit ernsthaft gefährdet?
Kursrutsch und Goldpreiskorrektur
Die Aktie geriet in dieser Woche deutlich unter Druck und verlor am Dienstag zeitweise rund 8,7 %. Auslöser war eine scharfe Korrektur an den Rohstoffmärkten. Nachdem geopolitische Spannungen den Goldpreis kurzzeitig auf über 5.400 Dollar getrieben hatten, sorgten Gewinnmitnahmen und ein wiedererstarkter US-Dollar für einen Rücksetzer auf das Niveau von 5.100 Dollar. Da auch Silber deutlich nachgab, drückte dies die Stimmung im gesamten Sektor.
Dennoch muss dieser Rückgang im Kontext gesehen werden: Auf Sicht von sechs Monaten liegt Barrick immer noch deutlich im Plus und entwickelte sich besser als der S&P 500. Technisch ist der langfristige Aufwärtstrend intakt, auch wenn die Aktie kurzfristig unter ihren gleitenden 50-Tage-Durchschnitt gefallen ist.
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Streit mit Newmont gefährdet IPO
Schwerer als die marktbedingten Schwankungen wiegt jedoch ein interner Konflikt. Der Konkurrent und Joint-Venture-Partner Newmont wirft Barrick Vertragsbruch vor. Im Kern geht es um die gemeinsam betriebenen „Nevada Gold Mines“ (NGM), die laut Analysten für etwa 60 % des Marktwerts von Barrick stehen. Newmont beschuldigt Barrick, Ressourcen von diesem Joint Venture abgezogen zu haben, um das eigene Projekt „Fourmile“ zu bevorzugen.
Dieser Vorwurf hat weitreichende strategische Konsequenzen. Newmont besitzt ein vertragliches Vorkaufsrecht und könnte Barricks Pläne blockieren, das Nordamerika-Geschäft abzuspalten und noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen. Ohne eine Einigung innerhalb der vertraglichen Fristen droht dieses Vorhaben zu scheitern.
Zahlen mit Licht und Schatten
Auch operativ sendet das Unternehmen gemischte Signale. Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 zeigten zwar einen Rekord-Cashflow von 2,73 Milliarden Dollar und den höchsten Quartalsgewinn je Aktie in der Firmengeschichte, doch die Produktion schwächelt. Der Goldausstoß sank im Jahresvergleich um fast 19 % auf den tiefsten Stand seit mindestens 25 Jahren.
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Gleichzeitig steigen die Kosten: Die sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) kletterten um rund 9 % auf 1.581 Dollar je Unze. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management aufgrund niedrigerer Erzgehalte und höherer Materialpreise mit einem weiteren Anstieg der Kosten auf eine Spanne von 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze.
Ausblick und Bewertung
Trotz der operativen Hürden lockt die fundamentale Bewertung. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 12,4 handelt die Aktie günstiger als Wettbewerber wie Newmont oder Agnico Eagle. Zudem soll eine neue Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung von 50 % des freien Cashflows vorsieht, Anleger bei Laune halten.
Für die weitere Kursentwicklung ist nun entscheidend, ob Barrick den Konflikt um die Nevada-Minen beilegen kann. Während die hohen Goldpreise die sinkende Produktion und steigenden Kosten derzeit noch abfedern, bleibt der blockierte IPO ein Damoklesschwert. Solange die rechtliche Unsicherheit mit Newmont besteht, dürfte das Aufwärtspotenzial der Aktie trotz der günstigen Bewertung begrenzt bleiben.
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