Barrick Mining Aktie: Vorsicht, Stolpergefahr!

Die Aktie des Goldminenkonzerns Barrick verzeichnete deutliche Verluste, nachdem die Preise für Gold und Silber nach einem kurzen Anstieg wieder einbrachen. Zudem belasten konservative Produktionsziele für 2026 die Stimmung.

Barrick Mining Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie verlor über 8 Prozent an einem Tag
  • Gold- und Silberpreise drehten nach Rally abrupt
  • Produktionsprognose für 2026 signalisiert Stagnation
  • Starke operative Zahlen und höhere Dividende bieten keinen Schutz

Ein Kursrutsch bei Gold und Silber hat Barrick gestern kalt erwischt. Die Aktie fiel am Dienstag deutlich, obwohl der Konflikt im Nahen Osten zunächst typische „Sicherer-Hafen“-Käufe ausgelöst hatte. Als die Edelmetalle dann abrupt drehten, geriet auch der Minenwert unter Druck – zusätzlich belastet durch den Blick auf die Produktionsziele für 2026.

Gold und Silber drehen nach oben – und dann zurück

Bis 1:15 Uhr (ET) verlor die Aktie 8,7%. Auslöser war vor allem die Kehrtwende am Rohstoffmarkt: Gold war Ende Februar nahe 5.278 US-Dollar je Unze aus dem Monat gegangen, sprang nach den Angriffen von US- und israelischen Kräften auf Iran am Wochenende bis auf 5.416 US-Dollar (früh am Montag) und rutschte anschließend wieder ab. Zuletzt lag Gold bei 5.102 US-Dollar je Unze, ein Minus von 3,9% gegenüber dem Schlusskurs der vorherigen Sitzung.

Bei Silber zeigte sich ein ähnliches Bild: Nach 93,73 US-Dollar je Unze zum Februarende kletterte der Preis am Montag zunächst über 96,10 US-Dollar, bevor auch hier die Bewegung wieder abverkauft wurde. Die schnelle Umkehr nahm Barrick den Rückenwind – die Aktie folgte dem schwächeren Spotmarkt.

Der Ausblick für 2026 bremst die Story

Neben dem Preisrücksetzer bei Edelmetallen spielten auch die jüngsten Hinweise zur Entwicklung 2026 eine Rolle. Der Markt bewertet den Titel offenbar neu, weil die kurzfristige Produktionsplanung weniger Wachstum signalisiert.

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Für 2026 peilt Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen an. Zum Vergleich: 2025 lag die tatsächliche Goldproduktion bei 3,26 Millionen Unzen – beziehungsweise bei 3,03 Millionen Unzen, wenn die veräußerten Assets Hemlo und Tongon herausgerechnet werden. Bei den Kosten stellt das Unternehmen für 2026 „All-in Sustaining Costs“ (AISC) von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze in Aussicht, basierend auf einer angenommenen Goldpreiskalkulation von 4.500 US-Dollar je Unze.

Auch Kupfer wirkt im Ausblick eher defensiv: Für 2026 liegt die Prognose bei 190.000 bis 220.000 Tonnen, nach 220.000 Tonnen im Jahr 2025.

Starke Zahlen, höhere Ausschüttungen – aber wenig Schutz

Das ist umso bemerkenswerter, weil die zuletzt veröffentlichten Zahlen für 2025 und das vierte Quartal operativ stark ausfielen. Im Q4 meldete Barrick einen Rekord beim operativen Cashflow von 2,73 Mrd. US-Dollar sowie einen Free Cashflow von 1,62 Mrd. US-Dollar. Gegenüber Q3 entsprach das einem Plus von 13% bzw. 9%. Gleichzeitig erreichte der Quartalsgewinn je Aktie (Net EPS) mit 1,43 US-Dollar einen Höchstwert.

Die Goldproduktion stieg im Q4 um 5% auf 871.000 Unzen. Die Total Cash Costs lagen bei 1.205 US-Dollar je Unze, die AISC bei 1.581 US-Dollar.

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Auf Basis dieser Entwicklung hob Barrick die Ausschüttungen deutlich an: Für Q4 wurde eine Dividende von 0,42 US-Dollar je Aktie beschlossen – 140% mehr als im dritten Quartal. Künftig soll die Dividendenpolitik insgesamt auf eine Ausschüttung von 50% des zurechenbaren Free Cashflows (annualisiert) zielen, bestehend aus einer festen Basisdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie pro Quartal plus einer erfolgsabhängigen Aufstockung zum Jahresende.

Zusätzlich kaufte Barrick im vierten Quartal rund 12,11 Millionen Aktien zurück. Über das Gesamtjahr 2025 summierten sich die Rückkäufe auf etwa 51,90 Millionen Aktien für insgesamt 1,5 Mrd. US-Dollar (rund 3,0% der damals ausstehenden Aktien zum Start des Programms).

Im Fokus bleiben außerdem Projekte wie Fourmile in Nevada: Dort wurde die ausgewiesene Goldressource zum zweiten Jahr in Folge verdoppelt (2,6 Mio. Unzen „indicated“, 13 Mio. Unzen „inferred“). Für 2026 soll das Bohrbudget auf 150 bis 160 Mio. US-Dollar steigen (2025: 91 Mio. US-Dollar). Bei Lumwana liegt die Expansion laut Management leicht vor Plan, und als weiterer Hebel wird der Fortschritt in Richtung eines Börsengangs des Nordamerika-Geschäfts genannt.

Der kurzfristige Taktgeber bleibt damit klar: Drehen Gold und Silber weiter, dreht meist auch die Aktie – selbst starke Cashflows und höhere Ausschüttungen konnten den Rücksetzer am Dienstag nicht abfedern.

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