Die Chemieaktien erleben heute einen bemerkenswerten Handelstag. Die BASF-Aktie klettert um über vier Prozent nach oben, Lanxess verzeichnet sogar ein Plus von mehr als sieben Prozent. Der Grund: Hoffnung auf Entlastung aus Brüssel.
Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate möglich
Wie das Handelsblatt berichtet, könnte die EU kostenlose Emissionszertifikate für die Chemieindustrie verläntern. Diese Nachricht treibt die gesamte Branche an – neben BASF profitieren auch Evonik (plus 5,5 Prozent), Wacker Chemie und Brenntag von der Meldung. Die kostenlosen Zertifikate würden die Produktionskosten der Unternehmen spürbar senken und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber außereuropäischen Konkurrenten verbessern.
Tarifverhandlungen bleiben festgefahren
Parallel dazu verliefen die ersten bundesweiten Tarifgespräche für die chemisch-pharmazeutische Industrie ergebnislos. Nach zweitägigen Verhandlungen in Hannover trennten sich Arbeitgeber und die IG BCE ohne Einigung. Rund 585.000 Beschäftigte in 1.700 Betrieben sind betroffen. Die Fronten bleiben verhärtet: Während die Gewerkschaft höhere Löhne und Beschäftigungssicherung fordert, pochen die Arbeitgeber auf eine „tarifpolitische Atempause“.
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BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk begründet die Zurückhaltung mit der angespannten Lage der Branche: „Es gibt auf absehbare Zeit keine Zuwächse, die wir verteilen können. Machen wir Arbeit am Standort Deutschland noch teurer, verschärfen wir die Krise.“ Die Verhandlungen werden am 23. und 24. Februar in Wiesbaden fortgesetzt. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus.
Strukturelle Belastungen bleiben
Die mögliche Entlastung bei den Emissionszertifikaten kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die deutsche Chemieindustrie mit erheblichen Herausforderungen kämpft. Hohe Energiekosten, schwache Nachfrage und intensiver globaler Wettbewerb setzen den Unternehmen zu. Die Arbeitgeberseite betont, dass die Branche in den vergangenen Jahren „enorm an Substanz verloren“ habe.
Für BASF könnte die EU-Entscheidung dennoch ein wichtiger Schritt sein, um die Kostenstruktur zu verbessern und die Position im internationalen Wettbewerb zu stärken.
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