Rohstoffe, Logistik, Energie — der Kostendruck auf BASF wächst von mehreren Seiten gleichzeitig. Das Unternehmen hat nun die Konsequenzen gezogen und erhöht die Preise für sein europäisches Care-Chemicals-Portfolio um bis zu 30 Prozent.
Breite Preisoffensive mit geopolitischem Hintergrund
Die Anhebungen, die seit dem 18. März gelten, betreffen Produkte aus den Bereichen Home Care, Industrial & Institutional Cleaning und Industrial Formulators — teils mit sofortiger Wirkung, teils vertragsabhängig. Gleichzeitig verteuern sich einzelne Chemikalien: Ameisensäure um 250 Euro pro Tonne, Neopentylglykol um 350 Euro pro Tonne. Bereits Anfang März hatte BASF das Stabilisatoren-Portfolio weltweit um bis zu 20 Prozent angehoben.
Als zentralen Treiber nennt das Unternehmen die extreme Volatilität bei Rohstoffen wie Ammoniak und Schwefel — befeuert durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus treibt Fracht- und Energiekosten spürbar in die Höhe.
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Parallel dazu trennt sich BASF von der Aseptrol-Produktlinie, die Oxidium Technologies LLC übernimmt. Das Chlordioxid-Portfolio — einst 2006 von Engelhard erworben und in der Wasseraufbereitung sowie Desinfektion eingesetzt — gilt nicht mehr als Kerngeschäft. Mit dem Verkauf will BASF Ressourcen auf priorisierte Segmente im Care-Bereich konzentrieren.
Einsparziele erhöht, Gewinnprognose bleibt hinter Erwartungen
Beim Kostensparen macht BASF Fortschritte: Die jährliche Einsparrate erreichte Ende 2025 rund 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen über dem ursprünglichen Ziel. Bis Ende 2026 soll der Wert auf 2,3 Milliarden Euro steigen.
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Die Stimmung gegenüber der Aktie bleibt dennoch verhalten. Die EBITDA-Prognose für 2026 liegt bei 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro — das obere Ende verfehlt den Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro. Zusätzlich belastet ein schwächerer US-Dollar: Allein im ersten Quartal beziffert BASF den potenziellen Währungseffekt auf rund 200 Millionen Euro. Die Aktie notiert aktuell rund elf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 51,60 Euro.
Wie erfolgreich BASF die neuen Preise bei seinen Industriekunden tatsächlich durchsetzen konnte, zeigt sich am 30. April — dann legt das Unternehmen die Quartalszahlen für Q1 2026 vor und tritt auf der Hauptversammlung in Mannheim vor die Aktionäre.
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