Der Chemieriese aus Ludwigshafen steuert durch schwieriges Fahrwasser. Während das Management den Rotstift deutlich dicker ansetzt als ursprünglich geplant, sorgt der Ausblick für das laufende Jahr für Ernüchterung am Markt. Anleger reagieren heute nervös auf die Diskrepanz zwischen den Hoffnungen auf eine Erholung und der Realität in den Auftragsbüchern.
Enttäuschung über den Ausblick
Die Aktie verliert heute 5,24 Prozent an Wert und fällt auf 44,67 Euro zurück. Auslöser für den Verkaufsdruck ist primär die Prognose für 2026. Analysten hatten im Vorfeld mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) von rund 7,0 Milliarden Euro gerechnet. BASF hingegen stellt lediglich eine Spanne von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in den Raum, wobei der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro die Markterwartungen klar verfehlt.
CEO Markus Kamieth fand deutliche Worte für die aktuelle Lage: Kurzfristig sei weder eine nennenswerte Markterholung noch eine Entspannung der geopolitischen Situation in Sicht. Bereits der Start in das erste Quartal verlief schleppend, insbesondere durch schwache Nachfrage außerhalb Chinas und Währungsbelastungen.
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Operative Schwäche und harter Sparkurs
Ein Blick zurück auf das Geschäftsjahr 2025 untermauert die Skepsis. Zwar stieg der Nettogewinn auf dem Papier an, dies war jedoch fast ausschließlich einem Sondereffekt von 1,3 Milliarden Euro aus Staatsgarantien für ehemalige Russland-Geschäfte geschuldet. Operativ sank das Ergebnis um knapp 10 Prozent, der Umsatz war ebenfalls rückläufig.
Als Konsequenz verschärft der Konzern seinen Sparkurs drastisch:
* Kostenziele erhöht: Die geplanten jährlichen Einsparungen bis Ende 2026 wurden auf 2,3 Milliarden Euro angehoben.
* Investitionsstopp: Das Budget für Sachinvestitionen bis 2029 wurde um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gekürzt.
* Stellenabbau: Der Fokus liegt auf der Verwaltung und der Verlagerung von Funktionen nach Asien.
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Dividende und Agrar-IPO
Trotz der angespannten operativen Lage hält BASF die Dividende stabil bei 2,25 Euro je Aktie. Dies ist ein Signal der Zuversicht, birgt jedoch Risiken: Der freie Cashflow von 1,34 Milliarden Euro deckte im vergangenen Jahr die Ausschüttungssumme von rund 2 Milliarden Euro nicht ab.
Strategisch setzt der Vorstand nun alles auf die Entflechtung des Konzerns. Die Vorbereitungen für einen Börsengang der Agrarsparte (Agricultural Solutions) in Frankfurt laufen auf Hochtouren. Dieser Schritt soll das Segment als eigenständigen Player etablieren und Einnahmen generieren, die laut CFO Dirk Elvermann zur Stärkung der Bilanz genutzt werden sollen.
Fazit: Übergangsjahr mit Fragezeichen
BASF richtet sich auf ein weiteres Übergangsjahr ein, in dem Kostensenkungen das fehlende Wachstum kompensieren müssen. Das Management steuert aktiv gegen, doch ohne eine spürbare Belebung der globalen Konjunktur bleibt der Spielraum eng. Für Anleger hängt die weitere Kursentwicklung nun maßgeblich davon ab, ob die Gewinnschätzungen am unteren Ende der Spanne halten oder ob sich das Marktumfeld im zweiten Halbjahr doch noch aufhellt.
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