Mit 8,7 Milliarden Euro ist der neue Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang die größte Einzelinvestition in der Geschichte von BASF. Kurz vor der offiziellen Eröffnung tritt das Management jedoch auf die Euphoriebremse und warnt vor einer anfänglich schwachen Profitabilität. Der weltgrößte Chemiekonzern navigiert derzeit durch einen überversorgten asiatischen Markt, während er gleichzeitig den heimischen Stammsitz mit einer technologischen Weltpremiere stärken muss.
Schwacher Start im Reich der Mitte
Die Warnung vor niedrigen Margen im asiatischen Raum hinterließ Spuren am Markt. Am Freitag gab der Kurs um 2,39 Prozent auf 45,34 Euro nach und rutschte damit unter die wichtige 50-Tage-Linie von 47,44 Euro. Operativ leidet die neue Anlage unter einem historisch niedrigen Preisniveau in der Region, da die Kapazitäten die aktuelle Nachfrage übersteigen.
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Dennoch verteidigt die Konzernführung den Kurs vehement. China repräsentiert rund die Hälfte des globalen Chemiemarktes, weshalb ein strategischer Rückzug aus geopolitischen Erwägungen ein weitaus größeres wirtschaftliches Risiko berge als die physische Präsenz vor Ort. Das Management plant fest damit, dass Zhanjiang bis zum Jahr 2030 einen signifikanten Beitrag zum weltweiten Konzernumsatz leisten wird.
Hightech-Offensive in Ludwigshafen
Parallel zur Expansion in Fernost bemüht sich das Unternehmen, Abwanderungssorgen am Heimatstandort zu zerstreuen. Die Konzernführung betont, dass die meisten Investitionsmittel weiterhin nach Ludwigshafen fließen. Als Beleg dient die in dieser Woche gestartete, weltweit erste großindustrielle Produktionsanlage für 3D-gedruckte Katalysatoren.
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Diese basieren auf der hauseigenen X3D-Technologie und lösen ein klassisches Branchenproblem: Die additive Fertigung kombiniert mechanische Stabilität mit einer offenen Struktur. Für Industriekunden bedeutet dies einen höheren Durchsatz bei drastisch gesenktem Energieverbrauch. Die Technologie hat ihre Leistungsfähigkeit bereits bei ersten Einsätzen in der chinesischen Feinchemie unter Beweis gestellt.
Die strategische Zweiteilung zwischen asiatischem Volumenmarkt und europäischer Technologieführerschaft prägt die kommenden Monate. Begleitet wird diese Neuausrichtung von einem personellen Wechsel an der Spitze des Geschäftsbereichs für chemische Katalysatoren zum 1. April. Externe Risiken, wie mögliche Lieferengpässe durch Spannungen in der Straße von Hormus, stuft die Führungsebene derzeit als handhabbar ein, womit der operative Fokus vollständig auf der Skalierung der neuen Anlagen liegt.
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