BASF Aktie: Meilenstein mit Wermutstropfen

BASF nimmt Milliardenprojekt in China in Betrieb und kündigt massive Kosteneinsparungen an. Die Jahresprognose für 2026 bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Planmäßige Inbetriebnahme des Mega-Standorts in Zhanjiang
  • Jährliche Einsparungen von 2,3 Milliarden Euro bis 2026
  • Prognose für operatives Ergebnis unter Analystenerwartungen
  • Schwacher US-Dollar belastet das Quartalsergebnis

Der Chemiekonzern BASF feiert den planmäßigen Start seines milliardenschweren Großprojekts im südchinesischen Zhanjiang. Während der neue Verbundstandort die strategische Ausrichtung auf den asiatischen Wachstumsmarkt untermauert, sorgt der Ausblick für das laufende Jahr bei Anlegern für Ernüchterung. Eine Kombination aus negativen Währungseffekten und einer verhaltenen Gewinnprognose legt sich wie ein Schatten über den operativen Erfolg.

Mit der Inbetriebnahme des Steamcrackers in Zhanjiang schließt BASF das größte Einzelinvestitionsprojekt der Unternehmensgeschichte vorläufig ab. Die Anlage, die ihre Hauptkompressoren vollständig mit erneuerbarer Energie betreibt, soll jährlich eine Million Tonnen Ethylen produzieren. Dass der Konzern dabei unter dem ursprünglichen Budget von 8,7 Milliarden Euro bleiben dürfte, wertet das Management als klaren Erfolg. Der Standort zielt direkt auf den chinesischen Markt ab, der in den kommenden Jahren den Löwenanteil des globalen Chemiewachstums ausmachen wird.

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Parallel zur Expansion in Asien vollzieht das Unternehmen einen harten Schnitt im europäischen Geschäft. Bis Ende 2026 plant die Führung nun jährliche Einsparungen von 2,3 Milliarden Euro, begleitet von einem deutlichen Stellenabbau. Um die Aktionäre während dieser Umbauphase bei Laune zu halten, laufen die Aktienrückkäufe auf Hochtouren. Aktuell notiert der Titel bei 48,54 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein solides Plus von rund 8,5 Prozent.

Schwacher Dollar belastet das Ergebnis

Trotz der operativen Fortschritte und strikter Kostendisziplin dämpft der Ausblick die Stimmung am Markt. Für 2026 rechnet BASF mit einem operativen Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Damit verfehlt selbst das obere Ende der Spanne die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 7,02 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist der schwache US-Dollar, der allein im ersten Quartal bis zu 200 Millionen Euro Gewinn kosten dürfte.

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Um langfristig profitabler zu werden, treibt der Konzern die Verschiebung in margenstärkere Bereiche voran. Die für das erste Halbjahr geplante Übernahme des Biopestizid-Spezialisten AgBiTech unterstreicht diese Strategie. Gleichzeitig bereitet BASF die eigene Agrarsparte strukturell auf einen möglichen Börsengang bis 2027 vor. Ein solcher Schritt würde erhebliches Kapital freisetzen und dem Bereich ein eigenständiges, schnelleres Wachstum ermöglichen.

Der nächste konkrete Prüfstein für Anleger ist der 30. April 2026. An diesem Tag präsentiert BASF die Zahlen für das erste Quartal und stellt sich auf der Hauptversammlung in Mannheim den Aktionären. Dort wird das Management die Details zu den geplanten Ausschüttungen von mindestens 12 Milliarden Euro bis 2028 konkretisieren müssen, um die Bedenken hinsichtlich der schwachen Jahresprognose zu zerstreuen.

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Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

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