Der weltgrößte Chemiekonzern drückt beim strukturellen Umbau gewaltig aufs Tempo. Milliardenverkäufe und harte Einschnitte bei den Kosten sollen die üppige Ausschüttungspolitik absichern. Ein verhaltener Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr zeigt allerdings, wie stark der konjunkturelle Gegenwind in Europa dem Management weiterhin zusetzt.
Vorsichtige Prognose bremst Euphorie
Vorstandschef Markus Kamieth rechnet kurzfristig weder mit einer spürbaren Markterholung noch mit einer Entspannung der geopolitischen Lage. Entsprechend defensiv fällt die Prognose für 2026 aus: Das erwartete operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro verfehlt in der Mitte deutlich die Analystenschätzungen, die im Vorfeld bei rund 7,0 Milliarden Euro lagen. Erschwerend kommt ein schwacher US-Dollar hinzu, der das Ergebnis allein im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten könnte.
Trotz der fundamentalen Hürden hält sich der Titel vergleichsweise stabil. Das Papier ging am Donnerstag bei 48,28 Euro aus dem Handel und verbucht seit Jahresanfang ein solides Plus von knapp 8 Prozent.
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Milliarden für den Konzernumbau
Um dem schwachen Umfeld in Europa zu trotzen, verschärft das Management die bereits laufenden Sparmaßnahmen. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Kosten nun um 2,3 Milliarden Euro sinken. Dafür wurden seit Ende 2023 bereits 4.800 Stellen gestrichen, während weitere Funktionen aus Verwaltung und IT nach Indien und Malaysia abwandern.
Gleichzeitig schrumpft das Portfolio. Der geplante Verkauf der Lacksparte an den Finanzinvestor Carlyle spült voraussichtlich im zweiten Quartal 5,8 Milliarden Euro in bar in die Kassen. Diese Liquidität fließt direkt in die Pflege der Aktionäre: Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Euro nimmt bis Juni weitere Anteilscheine vom Markt.
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Ausschüttung bleibt ein Drahtseilakt
Die Dividende soll trotz der operativen Herausforderungen bei 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben. Das ist ein ambitioniertes Vorhaben, denn der für 2025 erzielte freie Cashflow von lediglich 1,34 Milliarden Euro reichte für die vollständige Deckung der Ausschüttung nicht aus. Für das laufende Jahr plant das Management nun mit einem Zufluss zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro.
Um diese Lücke langfristig zu schließen, verlagert der Konzern seinen strategischen Fokus zunehmend nach Asien. Besonders der Ausbau des neuen Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang soll künftiges Wachstum sichern. Gelingt im zweiten Quartal der Abschluss des Carlyle-Deals wie geplant, verschafft das dem Chemie-Riesen die nötige finanzielle Beinfreiheit, um den strikten Sparkurs ohne Kürzungen bei der Aktionärsvergütung durchzuziehen.
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