Die Erholung im Chemiesektor hat heute an Schwung verloren — und BASF trifft es besonders. Nach einem Kursanstieg von bis zu 18 Prozent innerhalb von nur sechs Handelstagen folgt nun die Korrektur. Auslöser ist eine Abstufung durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux, die den Optimismus der vergangenen Tage merklich dämpft.
Nahost-Euphorie übertrieben
Der Hintergrund der jüngsten Rally war die Erwartung, dass der Krieg im Nahen Osten die globale Chemikalien-Versorgung verknappt und europäische Anbieter von steigenden Preisen profitieren würden. BASF galt dabei nicht nur als relativer, sondern auch als absoluter Gewinner der Krise.
Kepler-Analyst Christian Faitz widerspricht dieser Sichtweise. Er sieht in der Kursbewegung einen übertriebenen Hype, der an der Realität vorbeizielt. BASF sei eben nicht vollständig vor den negativen Folgen des Konflikts abgeschirmt. Faitz senkte sein Kursziel von 56 auf 54 Euro und stufte die Aktie auf neutral zurück. An der Börse quittieren Anleger das mit einem Minus von rund einem Prozent — die Aktie notiert aktuell bei etwa 52,50 Euro.
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Branchenumfeld bleibt schwierig
Der breitere europäische Chemiesektor zeigt sich heute durchwachsen, während der Gesamtmarkt freundlich tendiert. Der DAX legt rund 0,7 Prozent zu — BASF läuft damit klar gegen den Markt.
Erschwerend kommt hinzu, dass eine mögliche Beendigung des Iran-Kriegs den europäischen Chemieunternehmen laut Marktbeobachtern nur bedingt helfen würde — selbst wenn die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bliebe, würden Energiepreise und Rohstoffkosten vorerst erhöht bleiben. Der Preisrückgang bei Rohöl wäre zwar ein Entlastungsfaktor, doch der Weg dorthin bleibt unsicher.
Für BASF-Aktionäre stellt sich damit die Frage, ob die Abstufung nur ein Dämpfer in einer intakten Erholung ist — oder das Signal, dass die Luft nach dem rasanten Anstieg schlicht dünn geworden ist. Die gekappt Kurszielerwartung von Kepler deutet eher auf Letzteres hin.
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