Der weltgrößte Chemiekonzern drückt beim Stellenabbau aufs Tempo. Heute verkündete Vorstandschef Markus Kamieth in Ludwigshafen, dass zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 rund 4.800 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben – etwa die Hälfte davon in Deutschland. Die Zahl der Führungskräfte sank um elf Prozent. Aktuell beschäftigt BASF noch knapp 108.300 Menschen weltweit. Die Aktie reagierte mit einem Minus von rund zwei Prozent.
Der Hintergrund: Der Konzern macht in Deutschland weiterhin Verluste. Allein in der BASF SE, die den größten Teil des Geschäfts im Stammwerk Ludwigshafen abbildet, lag der Verlust vor Zinsen und Steuern 2025 bei über einer Milliarde Euro. Kamieth betonte, man wolle „so schnell wie möglich“ in die schwarzen Zahlen kommen – einen konkreten Zeitrahmen nannte er nicht.
Sparziel übertroffen – aber nicht genug
Bis Ende 2025 erreichte der DAX-Konzern jährliche Kostensenkungen von 1,7 Milliarden Euro und übertraf damit das ursprüngliche Ziel um 100 Millionen Euro. Doch dabei bleibt es nicht: Bis Ende 2026 sollen nun 2,3 Milliarden Euro jährlich eingespart werden, 200 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Finanzvorstand Dirk Elvermann bezifferte die Einmalkosten für diese Maßnahmen auf insgesamt 1,9 Milliarden Euro.
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Der Personalabbau geht 2026 und 2027 weiter. Für das Stammwerk in Ludwigshafen kündigte Kamieth zwar keine weiteren größeren Anlagenschließungen an, betriebsbedingte Kündigungen sind dort durch eine Vereinbarung mit Arbeitnehmervertretern bis Ende 2028 ausgeschlossen. Dennoch: Mit etwa 33.000 Beschäftigten arbeitet am Standort ein Drittel der weltweiten Belegschaft – bei zu geringer Auslastung.
China-Investition belastet zunächst
Der neue Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang, für den 8,7 Milliarden Euro investiert wurden, wird im ersten Betriebsjahr einen leicht negativen Ergebnisbeitrag liefern. Ab 2027 rechnet Kamieth mit einem positiven Beitrag. Rund 1.000 neue Mitarbeiter wurden dort eingestellt.
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Für 2026 peilt BASF ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an. 2025 lag dieser Wert bei 6,6 Milliarden Euro. Der Umsatz schrumpfte um knapp drei Prozent auf 59,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn dank Sondereffekten – darunter 900 Millionen Euro aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten – von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro. Die Dividende bleibt unverändert bei 2,25 Euro je Aktie.
JPMorgan bleibt skeptisch
Die US-Bank JPMorgan belässt ihre Einstufung auf „Underweight“ mit einem Kursziel von 36 Euro. Analyst Chetan Udeshi warnt, die Quartalsergebnisse und der Ausblick bestätigten, dass sich die Kursentwicklung „vollkommen von der schwierigen Lage abgekoppelt“ habe. Der strukturelle Kostendruck, Überkapazitäten am Weltmarkt und hohe Energiepreise bleiben Belastungsfaktoren. Kamieth selbst bezeichnet 2026 als „weiteres Übergangsjahr“ – eine kurzfristige Erholung erwartet er nicht.
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