Kurz vor der Eröffnung des 8,7 Milliarden Euro teuren Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang verteidigt BASF-Chef Markus Kamieth die asiatische Expansion vehement. Obwohl geopolitische Risiken und ein überversorgter Markt die anfängliche Profitabilität belasten dürften, sieht die Konzernspitze keine Alternative zu dem Mega-Projekt.
Marktanteile überwiegen Risiken
Am kommenden Donnerstag geht eines der größten Investitionsprojekte der Unternehmensgeschichte offiziell in Betrieb. In einem aktuellen Interview betonte Kamieth, dass ein Rückzug aus der Volksrepublik weitaus gefährlicher wäre als das Festhalten an der dortigen Präsenz. Schließlich repräsentiert China fast die Hälfte des globalen Chemiemarktes. Auch die aktuellen Spannungen im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus stuft das Management derzeit als überschaubar für die eigenen Lieferketten ein.
Verschärfter Sparkurs als Ausgleich
Allerdings dämpft der Vorstandsvorsitzende die kurzfristigen Erwartungen. Historisch niedrige Margen werden die Rendite des neuen Werks in den ersten Jahren voraussichtlich drücken. Um die Profitabilität auf Konzernebene abzusichern, zieht das Management nun die Zügel an. Das laufende Kosteneinsparprogramm wird ausgeweitet: Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Ausgaben um 2,3 Milliarden Euro sinken, was einer Erhöhung des Sparziels um 200 Millionen Euro entspricht. Zusätzliche Stabilität soll ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro bringen.
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Am Aktienmarkt sorgten die gemischten strategischen Signale zuletzt für Zurückhaltung. Mit einem Wochenverlust von 5,78 Prozent rutschte das Papier am Freitag auf 45,34 Euro ab. Dabei durchbrach der Kurs die technisch vielbeachtete 100-Tage-Linie nach unten.
Der nächste Impuls für den Titel folgt bereits in wenigen Tagen mit der offiziellen Zeremonie in Zhanjiang, bei der Investoren präzisere Angaben zur Hochlaufphase der neuen Anlagen erwarten. Spätestens am 30. April 2026 stehen dann harte Fakten an, wenn der Chemiekonzern neben den Ergebnissen des ersten Quartals auch seine ordentliche Hauptversammlung abhält.
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