Der Ludwigshafener Chemiekonzern liefert aktuell ein zweigeteiltes Bild. Während ein radikaler Sparkurs und milliardenschwere Aktienrückkäufe die Bilanz stützen, trüben globale Handelskonflikte die Aussichten für das laufende Jahr. Diese Diskrepanz zwischen internen Fortschritten und externem Gegenwind prägt die Bewertung des Traditionsunternehmens.
Das Management drückt bei der Restrukturierung aufs Tempo. Bis Ende 2025 übertraf BASF mit jährlichen Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro die eigenen Vorgaben. Für das laufende Jahr hob der Vorstand das Ziel sogar auf 2,3 Milliarden Euro an. Ein zentraler Hebel bleibt der Stellenabbau, dem zuletzt rund 4.800 Arbeitsplätze zum Opfer fielen. Diese strikte Kostendiät zahlt sich unterm Strich aus: Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn kletterte auf 1,6 Milliarden Euro und übertraf damit den Analystenkonsens deutlich.
Strategischer Umbau trifft auf Zollsorgen
Parallel zum Sparkurs bereinigt das Unternehmen sein Portfolio. Der Verkauf des Dekorfarbengeschäfts an Sherwin-Williams spülte Geld in die Kassen, während BASF gleichzeitig im Agrarbereich zukauft. Die geplante Übernahme des texanischen Spezialisten AgBiTech soll die Sparte für biologische Insektenbekämpfung stärken.
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Allerdings bremst das makroökonomische Umfeld die Aufwärtsdynamik. Höhere US-Zölle lenken globale Warenströme um und verschärfen den Wettbewerbsdruck in Regionen mit niedrigeren Importbarrieren. Entsprechend vorsichtig fällt die Prognose aus: Für 2026 kalkuliert BASF mit einem operativen Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro.
Um Anleger während dieser Übergangsphase bei der Stange zu halten, setzt der Konzern auf großzügige Ausschüttungen. Neben einer konstanten Dividende von 2,25 Euro je Anteilsschein stützt ein vorgezogenes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Euro den Kurs. An der Börse wird dieser Mix aus Kostendisziplin und Kapitalrückflüssen honoriert. Die Aktie notiert bei 48,36 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein solides Plus von gut acht Prozent.
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Wichtige Meilensteine im Frühjahr
Die kommenden Wochen bringen weitere Klarheit über die operative Entwicklung. Der Fokus richtet sich nun auf folgende Termine:
- April 2026: Präsentation der Q1-Zahlen und Hauptversammlung in Mannheim
- Mai 2026: Ex-Dividenden-Tag
- Mai 2026: Auszahlung der Dividende
Sobald diese Termine passiert sind, muss das Management beweisen, dass die fortgeführten Kostensenkungen ausreichen, um die schwächelnde globale Chemienachfrage im zweiten Halbjahr zu kompensieren.
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