BASF: Zhanjiang als drittes Verbundwerk weltweit

Der Chemiekonzern BASF will seinen Umsatzanteil in China deutlich steigern und baut dafür den Verbundstandort Zhanjiang als grünes Herzstück aus. Die Strategie wird von Aktionären teils kritisch gesehen.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • China soll künftig 75 Prozent des Branchenwachstums liefern
  • Neuer Verbundstandort Zhanjiang als drittgrößtes Werk weltweit
  • Kritik von Investoren wegen möglicher Abhängigkeit von China
  • Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von fast 20 Prozent

Bis 2035 erwartet BASF drei Viertel des weltweiten Branchenwachstums in China. Aktuell erwirtschaftet der Chemiekonzern dort lediglich 13 Prozent seines globalen Umsatzes. Diese Lücke will das Management schließen. Auf der Kunststoffmesse CHINAPLAS in Shanghai präsentiert der Konzern derzeit neue Materialien für Wachstumssektoren wie eMobility und Robotik. Gemeinsam mit lokalen Partnern wie Welion New Energy Technology entwickelt BASF hier passgenaue Lösungen für den asiatischen Markt.

Das Fundament in Zhanjiang

Das Herzstück dieser Expansion bildet der Verbundstandort in Zhanjiang. Nach Ludwigshafen und Antwerpen entsteht hier das drittgrößte Werk des Unternehmens. Auf vier Quadratkilometern produzieren über 2.000 Mitarbeitende Chemikalien für die Auto-, Elektronik- und Konsumgüterindustrie.

Parallel dazu treibt das Unternehmen die grüne Transformation voran. Der Standort Zhanjiang bezieht seinen Strom vollständig aus erneuerbaren Quellen, unter anderem durch einen eigenen Offshore-Windpark. Dadurch sinken die CO₂-Emissionen im Vergleich zu konventionellen Anlagen um bis zu die Hälfte.

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Kritik an der Abhängigkeit

Die aggressive China-Strategie stößt nicht nur auf Zustimmung. Kritische Aktionäre befürchten eine zu starke Abhängigkeit von Peking. Sie verweisen auf die milliardenschweren Abschreibungen auf das Russland-Geschäft in der Vergangenheit.

Das Management verteidigt den Kurs. Zwar räumt BASF aktuelle Überkapazitäten im chinesischen Markt ein. Indes wächst die lokale Nachfrage weiter robust. Der Konzern spekuliert darauf, dass ältere, ineffiziente Anlagen der Konkurrenz wegen strengerer Umweltstandards bald schließen müssen. Das würde den Markt mittelfristig bereinigen.

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Starke Kursentwicklung vor den Quartalszahlen

Aktionäre honorieren den strategischen Umbau derzeit. Die Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 20 Prozent. Der Kurs notiert nur knapp unter seinem jüngsten Jahreshoch. Am Mittwoch ging der Titel bei 53,51 Euro aus dem Handel.

Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern einen Gesamtumsatz von rund 60 Milliarden Euro. Der nächste Prüfstein für die Umsetzung der Strategie folgt in Kürze. Am 30. April präsentiert BASF die Ergebnisse für das erste Quartal. Am selben Tag findet die Hauptversammlung in Mannheim statt, auf der sich der Vorstand den Fragen der Investoren zur Asien-Offensive stellen muss.

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