Bayer verliert heute im Umfeld eines weltweiten Ausverkaufs bei KI-Aktien 2,7% und gehört zu den DAX-Verlierern. Reuters berichtete über die weltweiten Verkäufe und erwartete deshalb einen schwächeren Start der europäischen Börsen. Damit steht die Aktie trotz der am Dienstag angehobenen Jahresprognose unter Druck.

Höhere Prognosen als operativer Hintergrund

Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg nach Unternehmensangaben um 6,9 Prozent auf 1,615 Milliarden Euro. Zugleich erhöhte der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

Für das EBITDA vor Sondereinflüssen stellte Bayer am Dienstag eine Spanne von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro in Aussicht. Zuvor hatte das Unternehmen mit 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro gerechnet.

Auch für Pharmaceuticals hob Bayer die Erwartungen an: Die EBITDA-Marge soll 25 bis 27 Prozent erreichen. Die vorherige Prognose hatte bei 23 bis 25 Prozent gelegen.

Mittelabfluss und Erfolg im Roundup-Verfahren

Beim Free Cash Flow wies Bayer für das dritte Quartal einen negativen Wert von 293 Millionen Euro aus. Die Nettofinanzverschuldung betrug zum 30. September 2026 insgesamt 31,083 Milliarden Euro.

Die Free-Cash-Flow-Prognose für das Gesamtjahr hob Bayer am Dienstag auf minus 1,5 bis minus 0,5 Milliarden Euro an. Zuvor hatte die erwartete Spanne bei minus 2,5 bis minus 1,5 Milliarden Euro gelegen.

Medienberichten zufolge entschied am 29. Oktober außerdem eine Jury in St. Louis einstimmig zugunsten der Bayer-Tochter Monsanto in einem Roundup-Verfahren. Die Klägerinnen hatten geltend gemacht, das Herbizid habe ihre Krebserkrankungen verursacht.