Die massiven Umsatzeinbrüche bei den Blockbustern Xarelto und Eylea zwingen Bayer zum schnellen Handeln. Um die drohende Patentklippe zu überwinden, ruhen die Hoffnungen der Leverkusener zunehmend auf dem Onkologie-Portfolio. Nun liefert die britische Gesundheitsbehörde einen handfesten Baustein für den dringend benötigten Konzernumbau.
Die britische Arzneimittelbehörde MHRA erteilte am 1. April 2026 die Marktzulassung für das Lungenkrebsmittel Sevabertinib unter dem Markennamen Hyrnuo. Das Medikament richtet sich an erwachsene Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom, deren Tumore spezifische HER2-Mutationen aufweisen. Klinische Daten untermauern die Wirksamkeit des Proteinkinase-Inhibitors: Bei 71 Prozent der vorbehandelten Patienten zeigte sich eine positive Ansprechrate. Der Schritt im Vereinigten Königreich ergänzt die bereits im November 2025 erteilte beschleunigte Zulassung durch die US-Behörde FDA.
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Kampf gegen wegbrechende Umsätze
Diese regulatorischen Fortschritte sind strategisch zwingend notwendig. Der Konzern muss gravierende Einnahmeverluste bei seinen älteren Medikamenten kompensieren. Allein der Umsatz des Blutverdünners Xarelto brach 2025 um 33 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro ein. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem weiteren Rückgang von bis zu 40 Prozent. Auch das Augenmedikament Eylea verliert deutlich an Boden.
Neue, patentgeschützte Therapien wie Sevabertinib sollen diese Lücke mittelfristig schließen. Auf dem kürzlich abgehaltenen Pharma Media Day in Berlin bekräftigte Spartenchef Stefan Oelrich das Ziel, ab 2027 wieder auf einen stabilen Wachstumspfad zurückzukehren. Bis 2030 peilt Bayer eine operative Marge von 30 Prozent an – im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 25,4 Prozent. Zusätzlichen Rückenwind erhält das Lungenkrebsmittel durch den „Breakthrough Therapy“-Status, den die Behörden in den USA und China für den Einsatz als Erstlinientherapie vergeben haben.
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Dichter Terminkalender im Frühjahr
Neben der operativen Entwicklung in der Pharmasparte rücken im laufenden Monat weitere wichtige Ereignisse in den Fokus der Aktionäre:
- 24. April 2026: Virtuelle Hauptversammlung mit Abstimmung über die vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro je Aktie.
- 27. April 2026: Beginn der mündlichen Verhandlungen vor dem US Supreme Court zur Roundup-Glyphosat-Thematik.
- 12. Mai 2026: Veröffentlichung der Quartalszahlen für das erste Jahresviertel.
Die britische Zulassung für Sevabertinib liefert der Pharmasparte einen messbaren Fortschritt beim Aufbau des neuen Onkologie-Portfolios. Die nächste fundamentale Belastungsprobe für den Konzern folgt Ende April, wenn der US Supreme Court die Verhandlungen zum Glyphosat-Komplex aufnimmt und das Management kurz darauf die operativen Zahlen für das erste Quartal vorlegt.
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