Der australische Bergbauriese meldet für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres eine Rekordproduktion bei Eisenerz – doch die Freude wird durch Preiszugeständnisse an China und explodierende Kosten bei einem Großprojekt getrübt. Die Zahlen zeichnen das Bild eines Unternehmens, das operativ brilliert, aber strategisch unter Druck gerät.
Eisenerz-Produktion auf Höchststand
Die Förderung in Westaustralien erreichte im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2024 ein Allzeithoch von 146,6 Millionen Tonnen – ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im zweiten Quartal steigerte BHP die Produktion um vier Prozent auf 76,3 Millionen Tonnen. Auch die Verschiffungen kletterten auf Rekordniveau.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Konzern an seiner Prognose fest: Zwischen 251 und 262 Millionen Tonnen sollen aus dem Boden geholt werden. Die Produktionsmaschine läuft also auf Hochtouren.
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China drückt die Preise
Doch was bringen Rekordmengen, wenn die Erlöse schrumpfen? BHP musste eingestehen, dass die laufenden Vertragsverhandlungen mit der staatlichen China Mineral Resources Group Spuren hinterlassen. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im Halbjahr bei 84,71 Dollar pro Tonne – mit Tendenz nach unten.
„Während der Verhandlungen optimieren wir weiterhin unsere Vertriebskanäle“, heißt es diplomatisch. Übersetzung: Der wichtigste Abnehmer nutzt seine Marktmacht gnadenlos aus. BHP versucht, die operativen Spielräume zu wahren, muss aber bei den Preisen nachgeben.
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Kupfer-Ausblick angehoben, Kaliprojekt außer Kontrolle
Einen Lichtblick bietet Kupfer: Die Jahresprognose wurde von 1,8–2,0 Millionen Tonnen auf 1,9–2,0 Millionen Tonnen angehoben. Die Halbjahresproduktion blieb mit 984.100 Tonnen zwar stabil, doch die Zuversicht für die zweite Jahreshälfte ist gestiegen.
Deutlich weniger erfreulich entwickelt sich das Jansen-Kaliumprojekt in Kanada. Die Gesamtinvestition explodiert um 20 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar – deutlich über der bisherigen Bandbreite von 7,0 bis 7,4 Milliarden. Inflation, Planänderungen und enttäuschende Produktivität treiben die Kosten. Die erste Produktion wurde auf Mitte 2027 verschoben.
Marktmacht trifft Kostenrealität
BHP liefert operativ ab, steht aber unter doppeltem Druck: Chinas Verhandlungsmacht schmälert die Margen beim Kernprodukt Eisenerz, während ein strategisches Zukunftsprojekt die Bilanz belastet. Die Rekordproduktion ist beeindruckend – ob sie auch beeindruckende Gewinne abwirft, entscheidet sich am Verhandlungstisch in Peking.
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