Ein verbesserter Ausblick für das Kupfergeschäft sorgt bei BHP für neuen Rückenwind an den Märkten. Am vergangenen Freitag stufte BofA Securities die Aktie des Rohstoffkonzerns von Neutral auf Buy hoch.

Zugleich hob das Analysehaus das Kursziel von 65 auf 68 australische Dollar an. Analysten begründeten den Schritt mit gestiegener Zuversicht nach einem Vor-Ort-Besuch am australischen Standort Olympic Dam sowie den Perspektiven im globalen Kupfermarkt.

Die Zuversicht der Analysten deckt sich mit dem längerfristigen Trend des Papiers. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 46 Prozent. Am Freitag beendete der Titel den Handel bei 38,23 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,6 Prozent entspricht.

Kupfer als strategischer Schwerpunkt

Der Optimismus bezüglich des roten Metalls spiegelt sich auch in jüngsten Weichenstellungen für künftige Rohstoffvorkommen wider. In Argentinien sicherte sich die Konzerntochter Cerro Quebrado am 28. September über eine öffentliche Ausschreibung von Impulsa Mendoza einen Explorationsvertrag samt Kaufoption für das Kupferprojekt El Seguro im Departamento Malargüe.

Parallel dazu setzt der Bergbauriese auf Kooperationen zur Erschließung neuer Lagerstätten. Das Managementkomitee der Allianz mit Kobrea Exploration gab am 30. September ein Explorationsprogramm für die Periode 2026/2027 mit einem Volumen von 4 Millionen US-Dollar frei, das vollständig durch BHP Metals Exploration finanziert wird.

Tarifkonflikt in Chile und Hauptversammlung im Blick

Während die mittelfristigen Expansionspläne voranschreiten, sieht sich das Unternehmen am weltweit bedeutenden Kupferstandort Escondida in Chile mit arbeitsrechtlichen Hürden konfrontiert. Laut der Nachrichtenagentur Reuters lehnten die dortigen Aufseher das letzte Tarifvertragsangebot des Konzerns am 30. September ab.

Rund 95 Prozent der teilnehmenden Gewerkschaftsmitglieder stimmten für die Autorisierung von Streikmaßnahmen. Dieser Schritt löste ein gesetzlich vorgeschriebenes, fünftägiges Schlichtungsverfahren durch staatliche Vermittler aus, bevor ein rechtmäßiger Streik beginnen kann.

Auf Konzernebene rückt derweil der Dialog mit den Eigentümern näher: Das Unternehmen hat seine ordentliche Hauptversammlung für den 22. Oktober 2026 terminiert. Bei diesem Treffen dürften neben den tariflichen Entwicklungen in Südamerika vor allem die operative Umsetzung der Kupferstrategie im Fokus der Investoren stehen.