Bei der Biogena Group Invest tickt die Uhr. Nur noch bis zum 22. Juli können Anleger neue Aktien der Konzernholding Biogena Good Vibes zeichnen. Kurz vor Fristende schießt die bereits börsennotierte Tochter kräftig nach oben.
Am Montag springt die Aktie auf 5,05 Euro, ein Plus von 7,45 Prozent zum Freitagsschluss. Im Tagesverlauf markiert das Papier bei 5,20 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs bereits um 71,13 Prozent verteuert.
Warum die Kapitalerhöhung der Mutter die Tochter bewegt
Die Biogena Good Vibes AG ist die oberste Holding der Salzburger Unternehmensgruppe. Sie sammelt aktuell frisches Kapital ein, Zeichnungspreis pro Aktie: 4,803 Euro. Anleger aus Österreich und Deutschland können über eine digitale Zeichnungsstrecke einsteigen.
Für die Aktionäre der Biogena Group Invest ist das keine Randnotiz. Nach dem geplanten Börsengang der Holding will das Management eine Verschmelzung der beiden Gesellschaften prüfen. Die Idee: Good Vibes soll zur zentralen Holding werden, die bisherige Tochter geht darin auf. Ein Umtauschverhältnis für die Aktien steht noch nicht fest.
Genau diese Unsicherheit dürfte den Kurs zusätzlich befeuern. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 18,75 Millionen Euro reagiert das Papier empfindlich auf jede neue Nachricht aus dem Reorganisationsprozess.
Deutschland als Wachstumsmarkt Nummer eins
Kurz vor Ablauf der Zeichnungsfrist hat sich Firmengründer Albert Schmidbauer in einem Interview zu den nächsten Schritten geäußert. Sein Fokus liegt klar auf Deutschland. Zwar erwirtschaftet Biogena in Österreich und Deutschland etwa gleich viel Umsatz. Die Markenbekanntheit unterscheidet sich aber deutlich: 42 Prozent in Österreich, gerade einmal 8 Prozent in Deutschland.
Entsprechend investiert der Konzern in deutsche Standorte. Neben der bestehenden „Biogena Plaza“ auf der Düsseldorfer Königsallee plant das Unternehmen weitere Flächen am Münchner Maximiliansplatz. Dazu kommt ein Standort als Ankermieter mit rund 800 Quadratmetern im neuen Frankfurter „Four“-Hochhausquartier.
Parallel zur Store-Expansion öffnet Biogena einen neuen Vertriebskanal. Im Oktober startet der Konzern in Österreich, Deutschland und Italien den Einstieg in Apotheken. Bislang ist Biogena dort nicht vertreten, obwohl Apotheken der Hauptabsatzkanal für Nahrungsergänzungsmittel bleiben.
Mit dem Fristende am 22. Juli zeigt sich, wie stark die Nachfrage nach den neuen Good-Vibes-Aktien tatsächlich war. Das Ergebnis dürfte auch für die Aktionäre der Biogena Group Invest unmittelbare Folgen haben – schließlich hängt die geplante Verschmelzung direkt davon ab, wie die Kapitalerhöhung der Mutter ausfällt.
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