BioNTech verlor gestern 5,1%, während ein breiter Ausverkauf die Wall Street belastete. Medienberichten zufolge standen dabei Technologieaktien und Werte mit Bezug zu künstlicher Intelligenz unter Druck. Die BioNTech-Aktie schloss bei 76,50 €; ein unternehmensspezifischer Auslöser für den Tagesverlust wurde in der Berichterstattung nicht genannt.

Analysten senken Ziele, behalten positive Bewertungen

Bereits am Mittwoch senkte UBS das Kursziel für BioNTech von 135 $ auf 125 $. Medienberichten zufolge bestätigte das Haus zugleich seine Kaufempfehlung.

Morgan Stanley reduzierte am Mittwoch das Kursziel von 114 $ auf 106 $ und behielt die Einstufung „Übergewichten“ bei. Beide Häuser nahmen damit ihre Zielmarken zurück, ohne ihre grundsätzlich positiven Anlageurteile zu ändern.

Bei den Zahlen zum dritten Quartal 2026 hatte BioNTech zugleich die untere Grenze seiner Jahresumsatzprognose angehoben. Statt mindestens 1,6 Milliarden Euro erwartete das Unternehmen mindestens 1,7 Milliarden Euro. Die obere Grenze blieb bei 1,9 Milliarden Euro.

Quartalsgewinn und vorsichtige Studienbewertung

Für das dritte Quartal 2026 meldete BioNTech einen Umsatz von 1.289,2 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 184,5 Millionen Euro.

Über die ersten neun Monate 2026 standen allerdings 1.512,9 Millionen Euro Umsatz einem IFRS-Nettoverlust von 1.168,2 Millionen Euro gegenüber. Der Gewinn im dritten Quartal ging damit nicht mit einem positiven Ergebnis für den gesamten bisherigen Jahresverlauf einher.

Bei der Brustkrebsstudie DYNASTY-Breast02 hatten BioNTech und DualityBio vor rund zwei Wochen das Erreichen des primären Endpunkts gemeldet. Die Unternehmen bezeichneten die Verbesserung beim progressionsfreien Überleben jedoch als moderat und den möglichen Nutzen für Patienten als möglicherweise begrenzt. Sie wollen die Daten besprechen und anschließend über die nächsten Schritte entscheiden.