BioNTech hat auf dem europäischen Lungenkrebskongress vielversprechende Studiendaten präsentiert. Anstatt die Aktie anzutreiben, reagieren Analysten jedoch mit reihenweisen Kurszielsenkungen. Der Markt bewertet die prall gefüllte Kasse des Unternehmens fast so hoch wie den gesamten Konzern, während die eigentliche Forschungspipeline kaum noch ins Gewicht fällt.
Lungenkrebs-Daten im Fokus
Auslöser für die jüngsten Neubewertungen sind die Phase-2-Ergebnisse für den Wirkstoffkandidaten Pumitamig, der zusammen mit Bristol-Myers Squibb entwickelt wird. Bei 50 Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs erreichte die Therapie eine Ansprechrate von 82 Prozent sowie ein mittleres Gesamtüberleben von knapp 17 Monaten. Auch in der Kohorte der nicht-kleinzelligen Tumore zeigten sich solide Werte. Diese Resultate sollen nun das Fundament für die laufenden Phase-3-Studien der ROSETTA-Programme bilden.
Wall Street passt Erwartungen an
Trotz der klinischen Fortschritte schrauben mehrere Investmentbanken ihre Erwartungen zurück. Die Experten bestätigen zwar mehrheitlich ihre Kaufempfehlungen, reduzieren aber die fairen Werte für das Papier:
- H.C. Wainwright: Kursziel von 140 auf 130 US-Dollar gesenkt (Rating bleibt „Buy“)
- Jefferies: Neues Kursziel bei 138 US-Dollar
- BMO Capital Markets: Bewertung auf 128 US-Dollar reduziert
- Clear Street & Truist: Halten an höheren Zielen von 167 beziehungsweise 155 US-Dollar fest
Extreme Unterbewertung der Forschung?
Diese Zurückhaltung der Analysten spiegelt sich im Chartbild wider. Nach einem Kursverlust von fast 18 Prozent in den vergangenen 30 Tagen notiert das Papier aktuell bei 75,65 Euro und damit gefährlich nah an seinem 52-Wochen-Tief. Bemerkenswert ist dabei die fundamentale Bewertung. Den immensen Barreserven von umgerechnet rund 60 US-Dollar je Aktie steht ein kaum höherer Börsenwert gegenüber. Investoren schreiben der gesamten Onkologie-Pipeline derzeit also fast keinen eigenständigen Wert zu.
Operativ lieferte das Mainzer Unternehmen zuletzt ab und übertraf mit einem Umsatz von 907 Millionen Euro im vierten Quartal 2025 die Markterwartungen deutlich. Obendrein könnte das neu aufgeflammte Thema um die stark mutierte Corona-Variante „Cicada“ (BA.3.2) das angestammte Impfstoffgeschäft wieder in den Fokus rücken. Konkrete Antworten zur Wirksamkeit aktueller Vakzine und frische Geschäftszahlen liefert BioNTech am 5. Mai 2026 mit dem Bericht zum ersten Quartal.
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