Bitcoin: Kollaps oder Kaufchance?

Der Bitcoin-Kurs ist nach einem Rekordhoch Anfang 2026 auf 60.000 Dollar gefallen. Während ein Ökonom einen katastrophalen Zusammenbruch prophezeit, sehen andere die Schwäche als strategische Einstiegschance.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursverlust von Rekordhoch auf 60.000 Dollar
  • Ökonom Peter Schiff warnt vor Bitcoin-Kollaps
  • Politische Turbulenzen um Trump-Krypto-Firma
  • Aktuelle Schwäche als mögliche Kaufgelegenheit

Während Silber Anfang 2026 mit einem spektakulären Preisanstieg von 150 Prozent auf ein Rekordhoch bei 116,63 Dollar kletterte, malte US-Ökonom Peter Schiff ein düsteres Bild für Bitcoin. Der langjährige Edelmetall-Befürworter warnte am 19. Januar auf X: „Was mit Silber passiert, wird auch mit Bitcoin passieren, nur in umgekehrter Richtung.“ Seine Prognose: Der Anstieg bei Silber leite den „katastrophalen Zusammenbruch“ von Bitcoin ein.

Kurssturz auf 60.000 Dollar schockt Anleger

Tatsächlich geriet die Kryptowährung seit Mitte Januar unter Druck. Nach einem kurzen Ausflug über die 97.000-Dollar-Marke Anfang des Monats rutschte der Kurs zeitweise auf 60.000 Dollar ab – ein herber Rückschlag nach den Rekordmarken von 2025. Erst nach dem 6. Februar stabilisierte sich Bitcoin wieder in der Nähe von 70.000 Dollar. Die Stimmung am Kryptomarkt bleibt verhalten.

Schiffs Pessimismus ist nicht neu. Seit Jahren prophezeit der Ökonom den Untergang von Bitcoin und empfiehlt stattdessen den Kauf von Edelmetallen. Viele seiner Vorhersagen bewahrheiteten sich jedoch nicht – Bitcoin erreichte trotz seiner Warnungen mehrere Allzeithochs. Sein Hauptargument: Im Gegensatz zu Silber, das eine klare industrielle Verwendung habe, besitze Bitcoin keinen inneren Wert und werde nur durch Hype getrieben.

Politische Turbulenzen belasten die Stimmung

Zusätzlichen Druck erhielt der Markt durch politische Entwicklungen. US-Senatoren Elizabeth Warren und Andy Kim forderten am 13. Februar eine Sicherheitsprüfung der Trump-Familie. Hintergrund: Die Vereinigten Arabischen Emirate sollen laut Wall Street Journal einen Anteil von 49 Prozent an World Liberty Financial erworben haben – dem Krypto-Unternehmen der Trump-Familie, das hinter dem Dollar-gebundenen Stablecoin USD1 steht. Der Deal im Wert von 500 Millionen Dollar weckt Sorgen über möglichen Zugriff auf sensible Nutzerdaten durch ausländische Regierungen.

Die Demokraten sehen erhebliche Sicherheitsrisiken und verlangen vom Finanzminister eine Antwort bis 5. März. Die zunehmende Korrelation mit Aktienmärkten begrenzt das Aufwärtspotenzial von Bitcoin in Zeiten makroökonomischer Unsicherheit zusätzlich. Für spekulative Anleger könnte die aktuelle Schwäche dennoch eine strategische Einstiegschance darstellen – historische Rücksetzer waren in früheren Zyklen oft Wegbereiter für kräftige Aufwärtsbewegungen.

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Über Dieter Jaworski 1486 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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