Die Kryptowährung schießt plötzlich wieder nach oben – doch hinter dem Kursanstieg steckt weniger eine Trendwende als vielmehr ein brutales Auspressen übermütiger Spekulanten. Bitcoin kletterte am Mittwoch zeitweise auf fast 74.000 Dollar, nachdem die Marke tagelang unerreichbar schien. Am Donnerstag notiert der Kurs bei rund 72.500 Dollar – ein Plus von über sechs Prozent binnen 24 Stunden.
Was nach Aufbruchstimmung aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als klassischer Short-Squeeze. Trader, die auf fallende Kurse gewettet hatten, wurden eiskalt ausgestoppt. Die Zahlen von Coinglass sprechen eine deutliche Sprache: Von insgesamt 467 Millionen Dollar Liquidationen entfielen satte 348 Millionen auf Short-Positionen. Nur 119 Millionen Dollar trafen Long-Spekulanten.
ETF-Milliarden treiben die Rally
Der Auslöser für den Kurssprung kam aus den USA. Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten am Mittwoch Zuflüsse von 462 Millionen Dollar – mehr als doppelt so viel wie am Vortag. Spitzenreiter war der iShares Bitcoin Trust mit 307 Millionen Dollar. Auch Ethereum profitierte: Nach Abflüssen von 11 Millionen Dollar am Dienstag flossen am Mittwoch 169 Millionen Dollar zurück in die ETFs.
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Die massiven Zuflüsse lockten Schnäppchenjäger an, die nach den Februar-Verlusten auf eine Erholung spekulierten. Zusätzlich schürten Aussagen von US-Präsident Trump neue Hoffnungen auf regulatorische Fortschritte. Trump forderte die zügige Verabschiedung des lange blockierten Krypto-Rahmengesetzes und kritisierte US-Großbanken scharf für deren Widerstand gegen Zinszahlungen auf Stablecoins.
Konkrete Fortschritte beim CLARITY-Act, der einen Regulierungsrahmen für die Branche schaffen soll, blieben allerdings aus. Die Aussagen verpufften schnell – zumal die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erneut eskalierten. Iran feuerte trotz gegenteiliger Berichte eine Raketensalve auf Israel ab, was die Risikobereitschaft der Anleger dämpfte.
Dalio zweifelt am Gold-Vergleich
Ausgerechnet in der Rally-Phase meldete sich Milliardär Ray Dalio zu Wort – mit wenig schmeichelhaften Worten. Der Bridgewater-Gründer erneuerte seine Kritik an Bitcoin und stellte klar: „Als Geld ist Bitcoin klein im Vergleich zu Gold. Es gibt nur ein Gold.“ Dalio zweifelt die Safe-Haven-Qualität der Kryptowährung an und warnt vor Risiken durch Quantencomputer und fehlende Privatsphäre.
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Pikant dabei: Dalio hält nach eigenen Angaben ein Prozent seines Portfolios in Bitcoin und empfahl 2025 sogar eine 15-prozentige Allokation in Bitcoin oder Gold. Seine öffentlichen Warnungen stehen damit im Widerspruch zu seinem tatsächlichen Handeln.
Derweil setzt die Branche auf institutionelle Legitimierung. Die Intercontinental Exchange, Betreiberin der New York Stock Exchange, stieg bei der Krypto-Börse OKX ein. Die Bewertung: 25 Milliarden Dollar. ICE plant, Futures-Kontrakte auf Basis von OKX-Kursdaten zu lancieren und erhält im Gegenzug einen Sitz im Board.
Der CMC Fear and Greed Index kletterte von 16 („extreme Angst“) auf 29 („Angst“) – eine leichte Entspannung, aber noch weit entfernt von euphorischer Stimmung. Bitcoin liegt aktuell 43 Prozent unter seinem Allzeithoch von 126.198 Dollar aus dem Oktober 2025. Ob der aktuelle Anstieg der Beginn einer nachhaltigen Erholung ist oder nur ein Dead-Cat-Bounce, bleibt offen. Marktbeobachter warnen bereits vor einer neuen Liquidationswelle, sollte Bitcoin die Marke von 67.000 Dollar unterschreiten.
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