Kaufen, während andere verkaufen — Strategy macht genau das. Während eine 450-Millionen-Dollar-Verkaufsmauer den Bitcoin-Kurs unter 76.000 Dollar hält, häuft das Unternehmen von Michael Saylor weiter Coins an. Das Ergebnis: ein Markt im Spannungsfeld zwischen institutionellem Kaufdruck und technischem Widerstand.
RHODL-Ratio sendet Bodensignal
Ein viel beachteter Glassnode-Indikator stützt die These, dass der Markt eher einem Zyklustief als einem Gipfel ähnelt. Das RHODL-Ratio — es misst das Verhältnis zwischen langfristigen und kurzfristigen Bitcoin-Haltern — steht aktuell auf seinem dritthöchsten Stand aller Zeiten. Wert: 4,5.
Die einzigen zwei Zeitpunkte mit höheren Werten waren 2015 (Wert 5) und 2022 (Wert 7) — beides erwiesene Zyklustiefs. Der aktuelle Stand zeigt, dass spekulative Bestände in der rund 50-prozentigen Korrektur der vergangenen Monate weitgehend herausgespült wurden. Langfristige Halter dominieren wieder das Bild.
Ein vollständiges Erreichen der Extremwerte von 2015 oder 2022 würde allerdings eine nahezu vollständige Nachfrageerschöpfung erfordern. Angesichts der 25-prozentigen Erholung seit den Februar-Tiefs und negativer Perpetual-Funding-Rates erscheint das weniger wahrscheinlich.
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Verkaufsmauer bei 76.800 Dollar
Auf der technischen Seite sieht es enger aus. Bei rund 76.800 Dollar liegt der sogenannte Realized Price der letzten Akkumulationsphase — der durchschnittliche Einstiegskurs jener Trader, die während des Drawdowns kauften. Dieses Niveau hat bereits die Januar-Erholung nahezu punktgenau gedeckelt, bevor Bitcoin in Richtung 60.000 Dollar abrutschte.
Aktuell notiert Bitcoin bei rund 75.150 Dollar — rund sieben Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, aber noch 14 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. On-Chain-Daten zeigen steigende Exchange-Einzahlungen größerer Halter: Viele verkaufen nahe ihrer Gewinnschwelle. Ein klassischer spätzyklischer Handoff, bei dem langfristige Halter Coins in die ETF-Nachfrage abgeben.
Strategy kauft — trotz Milliardenverlust
Das aggressivste Kaufsignal kommt von Strategy. In den ersten zwei Wochen des April erwarb das Unternehmen rund 18.798 BTC über Aktienverkäufe und sein Vorzugsaktien-Programm. Zum 15. April halten die Saylor-Firma insgesamt 780.897 BTC — erworben zu durchschnittlich rund 75.580 Dollar je Coin.
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Unter GAAP-Bilanzierung meldete Strategy für Q1 2026 einen nicht realisierten Verlust von 14,46 Milliarden Dollar. Gekauft wird trotzdem weiter. Im März allein erwarb das Unternehmen 46.233 BTC — etwa das Dreifache der neu von Minern produzierten Menge von rund 16.200 BTC.
Strukturellen Rückenwind liefert das regulatorische Umfeld: Im März klassifizierten SEC und CFTC gemeinsam 16 Kryptowährungen — darunter Bitcoin — formell als digitale Rohstoffe. Das beseitigt die letzten Reste regulatorischer Unsicherheit und öffnet institutionellen Investoren den Weg, die bei Rohstoff-Assets weniger Restriktionen haben als bei Wertpapieren.
Ob die institutionelle Nachfrage stark genug ist, die Verkaufsmauer bei 76.800 Dollar zu durchbrechen, entscheidet sich in den kommenden Handelstagen — US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt in einer einzigen Sitzung Zuflüsse von rund 240 Millionen Dollar.
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