Bitcoin: Unheilvolle Entwicklungen?

Die Kryptowährung Bitcoin verzeichnet deutliche Verluste seit Jahresbeginn, belastet durch Zinsängste, schwache US-Konjunkturdaten und geopolitischen Spannungen.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Psychologisch wichtige 72.000-Dollar-Marke bleibt unerreicht
  • Verluste seit Jahresbeginn summieren sich auf über 23 Prozent
  • US-Zinspolitik und schwaches Wachstum belasten den Kurs
  • Geopolitische Spannungen treiben Anleger in sichere Häfen

Der Bitcoin zeigt auch zum Wochenende hin anhaltende Schwäche. Die psychologisch wichtige Marke von 72.000 Dollar bleibt außer Reichweite – und solange die Bullen diese Zone nicht zurückerobern, droht eine erneute Attacke auf die Region um 60.000 Dollar.

Am Freitagabend notierte die weltweit größte Kryptowährung bei rund 68.154 Dollar, ein Plus von 1,8 Prozent zum Vortag. Doch der Schein trügt: Auf Wochensicht steht ein Minus von 2,5 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn 2026 summieren sich die Verluste bereits auf beachtliche 23,6 Prozent.

Mehrere Belastungsfaktoren im Spiel

Verantwortlich für den Kursdruck sind vor allem die wachsenden Unsicherheiten rund um die US-Zinspolitik. Aus dem Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung vom Januar ging hervor, dass mehrere Mitglieder des Offenmarktausschusses sogar Zinserhöhungen zur Eindämmung inflationärer Risiken nicht ausschließen wollen. Eine Hiobsbotschaft für spekulative Assets wie Bitcoin, die von einem liquiditätsreichen Umfeld profitieren.

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Frische Konjunkturdaten vom Freitag zeigen das Dilemma: Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal lediglich um 1,4 Prozent auf Jahresbasis – deutlich unter den erwarteten 2,8 Prozent. Gleichzeitig lag der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, bei 3,0 Prozent im Jahresvergleich. Das liegt klar über dem Zielwert von 2 Prozent.

Die Notenbank steckt damit in der Zwickmühle: schwaches Wachstum bei hartnäckiger Inflation. An Zinssenkungen ist vorerst kaum zu denken.

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Geopolitik belastet zusätzlich

Hinzu kommen die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran. Präsident Trump hält seine Drohungen mit militärischen Maßnahmen aufrecht, sollte Teheran nicht auf ein Atomabkommen eingehen. Washington hat bereits Truppen in der Region stationiert – und diese Unsicherheit treibt Anleger in klassische Krisenwährungen wie Gold und den Dollar, nicht jedoch in volatile Kryptowährungen.

Auch die Unsicherheit um Trumps Zollpolitik spielt eine Rolle. Der Supreme Court hatte diese Woche mehrere seiner Handelszölle für verfassungswidrig erklärt – doch wie die Regierung darauf reagiert, bleibt unklar.

Für Bitcoin bleibt die Lage damit angespannt. Solange die 72.000-Dollar-Marke nicht nachhaltig zurückerobert wird, dürften die Bären das Sagen behalten.

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Über Dr. Robert Sasse 1563 Artikel

Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

Werdegang und Erfahrung

Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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